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Neuzugänge beim Training:  Andreas Kirchgessner (links) und Alexander Kiwit.
Neuzugänge beim Training: Andreas Kirchgessner (links) und Alexander Kiwit.
© Hepfer

Brötzinger Verbandsliga-Ringer mit dünner Personaldecke

PFORZHEIM. Sie waren die Überraschung der letzten Verbandsliga-Runde und schafften es als einziges Team, dem späteren Meister ASV Daxlanden zwei Niederlagen beizubringen. Fast wäre den Ringern des SV 98 Brötzingen (Platz drei) sogar noch der Aufstieg in die Oberliga gelungen. Doch mittlerweile ist die Euphorie der vergangenen Saison im Pforzheimer Westen von der Realität eingeholt worden.

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„Uns steht diesmal eine ganz harte Saison bevor“, bekennt Rainer Baisch, der Sportliche Leiter, und fügt hinzu. „Ich wäre schon mit einem gesicherten Mittelfeld-Platz hochzufrieden.“ Das Wort „Aufstieg“ nimmt Baisch vor dem ersten Heimkampf am kommenden Freitag gegen den RSC Mannheim-Schönau (20.30 Uhr) nicht einmal ansatzweise in den Mund. Das liegt wohl auch daran, dass die Brötzinger mit einem äußerst dünnen Kader in die neue Runde gehen müssen.

Zwar wurde mit Alexander Kiwit ein vielversprechender Schwergewichtler reaktiviert, der auch schon im Pokal-Wettbewerb gegen Oberligist Berghausen für ein Ausrufezeichen sorgte. Gerade aber in den schwereren Gewichtsklassen regiert an der Wildbader Straße der akute Personalmangel. Und daran können auch die Neuzugänge Michael Naam (Gewichtsklasse bis 60 Kilo/KSV Ispringen) und Andreas Kirchgessner (74 Kilo/SVG Weingarten II) nichts ändern. Immerhin verstärken den Brötzinger Kader mit Sergej Smirnow (22) und Demian Meeh (18) noch zwei Nachwuchsringer.

Und auch was die Jugendarbeit angeht, sind Fortschritte zu verzeichnen. Zur neuen Saison schickt der SV 98 erstmalig eine Junioren-Mannschaft in der nordbadischen Schüler-Liga an den Start, die vor allem Wettkampfpraxis sammeln soll. „Das ist der Unterbau, den wir in den nächsten Jahren dringend brauchen“, weiß Baisch, dass gute Ringer nicht von den Bäumen fallen.

Vormachtstellung verloren

Ihre Jahrzehnte dauernde, sportliche Vormachtstellung in Pforzheim haben die Brötzinger aber inzwischen an den Lokal-Rivalen und Oberliga-Aufsteiger KSV Ispringen abtreten müssen. Dorthin ist vor kurzem auch SV-Talent Jürgen Wagner gewechselt. „Ispringen verfügt über genügend finanzielle Mittel. Da können wir nicht mithalten“, betont Baisch, für den es in den ersten Kämpfen zunächst darum geht, möglichst viele Punkte zu sammeln, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Deshalb wurde am letzten Wochenende kurzfristig noch ein kleines Trainingslager mit dem VfL Neckargartach (Oberliga Württemberg) und Regionalliga-Aufsteiger KG RSL Mannheim-Sandhofen durchgeführt. Denn das Auftaktprogramm der „98er“ ist hammerhart. Laut Baisch zählen der KSV Östringen, der KSC Graben-Neudorf und der RSC Mannheim-Schönau zu den „großen Drei“ der Liga.

Und diese Gegner warten schon an den ersten vier Kampftagen auf die Brötzinger. „Da wissen wir gleich, was die Stunde geschlagen hat“, blickt der sportliche Leiter aber nicht pessimistisch in die Zukunft. Denn mit Ralf Quehenberger, David Wagner, Albinus Kiefer, Routinier Frank Zeiher und den beiden Reich-Cousins schickt der SV 98 immerhin noch einen Großteil seiner letztjährigen Erfolgsmannschaft ins Rennen.

Autor: PZ-Mitarbeiter Peter Hepfer

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