

Comeback für den Holzhof? Der 1. CfR Pforzheimer schließt einen längeren Umzug ins VfR-Stadion nicht aus. Ein Kommen und Gehen gibt es auch im Kader des Verbandsligisten: Die sportliche Leitung des Pforzheimer Vereins bastelt an einem Team, das in der kommenden Saison nicht mehr gegen den Abstieg spielen soll.
Richtig ruhig wird es beim 1. CfR Pforzheim auch in der Sommerpause nicht. Zum einen ist die Personalplanung in vollem Gange, nachdem der Klassenerhalt in der Verbandsliga erst am letzten Spieltag gesichert wurde. Und dann ist da noch die Stadionfrage, die immer wieder für Gesprächsbedarf sorgt. Dass es den CfR vorübergehend auf den Holzhof zurückzieht, ist keine wirkliche Überraschung. Damit durfte man für die Zeit rechnen, in der das Stadion Brötzinger Tal, in dem der Verbandsligist bislang spielte, umgebaut wird.
Doch beim Fußball-Fusionsverein gibt es derzeit Überlegungen, sogar eine komplette Spielzeit im alten Stadion des VfR Pforzheim zu bestreiten. „Es gibt intensive Diskussionen und Planspiele“, bestätigt der Vorstandsvorsitzende Markus Geiser gegenüber der PZ. Demnächst soll der Verwaltungsrat des CfR das Thema beraten.
Am 30. Juni jährt sich die Fusion von 1. FC und VfR Pforzheim zum zweiten Mal. Doch der Spatenstich für den Um- und Ausbau im Brötzinger Tal ist noch immer nicht erfolgt. In den kommenden Wochen tagen der Gemeinderat der Stadt Pforzheim und seine Ausschüsse. Dann könnte es endgültig grünes Licht für Baumaßnahmen geben. Doch einen konkreten Zeitplan gibt es dann auch noch nicht.
Markus Geiser sagt: „Das geht sicher alles nicht von heute auf morgen.“ Und beim CfR will man für alle Eventualitäten gewappnet sein. „Wir stellen uns auf alles ein“, sagt er. Die Dauer des möglichen Umzuges auf den Holzhof will der CfR-Vorstandsvorsitzende deshalb zeitlich derzeit nicht einschränken: „So lange wie nötig“, sagt er.
Damit will der Verein aber laut Geiser keinesfalls auf Konfrontationskurs zur Stadt gehen. Nach anfänglichen Irritationen und Schuldzuweisungen zwischen beiden Seiten sei die Zusammenarbeit inzwischen „positiv und intensiv“, sagt Geiser. Man stehe in Kontakt zu den städtischen Dienststellen, habe auch beim Pfingstturnier mit Oberbürgermeister Gert Hager gesprochen. Und Geiser sagt: „Wir sind da auf Verständnis gestoßen.“
Hintergrund der Umzugspläne sind „die gewaltigen Fixkosten“ (Geiser), die den Verein drücken. So koste der Unterhalt von zwei Spielstätten derzeit 45000 Euro im Jahr. Durch die Konzentration auf eine Spielstätte erhofft man sich spürbare Einsparungen. „Wir überlegen jeden Tag, wie wir unsere Ausgaben reduzieren können“, sagt Geiser.
Während man im Brötzinger Tal darauf wartet, dass die Bagger anrollen, ist der Umbau des Spielerkaders in vollem Gang. Dabei stellt Fritz Kempf von der Spielleitung fest: „Zunächst einmal haben fast alle Akteure aus dem Verbandsligakader noch einen Vertrag für die kommende Saison bei uns.“ Bleiben werden aber nicht alle. Einige Spieler zieht es weg, andere will der Verein nicht halten. Namen will Kempf aber erst nennen, wenn Fakten geschaffen sind. So wie bei den Spielern, deren Weggang bereits feststeht: Linksverteidiger Michael Eberhard kehrt zum FC Kieselbronn zurück, Offensivspieler Tobias Häfner geht zum SVIllingen, Torhüter Oliver Nell wird wohl beim FC Nöttingen landen, Gökhan Kaya zieht es zum SVKickers Pforzheim. Und auf Maxim Stoljar muss der CfR möglicherweise studienbedingt verzichten.
Dafür bringt der künftige Trainer Gökhan Gökce fünf Spieler von den A-Junioren in den Verbandsligakader mit: Sandro Mörgenthaler, Patrick Bingert, Aykan Savkin, Matti Trianni und Marvin Rayling. Außerdem stehen laut Kempf die ersten Neuzugänge von außerhalb fest.
Vom Oberliga-Aufsteiger TSV Grunbach kehrt Stürmer Francesco Grifo zurück, vom südbadischen Verbandsligisten FCRastatt kommt Nachwuchsstürmer Hakkinuri Tasli, vom Kreisligisten FC Alemannia Wilferdingen Torhüter Martin Hausch, vom SC Pforzheim Pascal Siebler und vom VfB Pforzheim Dennis Zenko. Weitere zwei bis drei Verstärkungen sind eingeplant.
Bis zum Trainingsbeginn am 7.Juli soll Trainer Gökce einen Kader von 20 Spielern haben. Ebenfalls 20 Akteure – darunter viele weitere Kicker aus dem eigenen Nachwuchs – sollen für die Kreisligamannschaft des Vereins zur Verfügung stehen, die künftig von Uwe Troglia (bisher SC Pforzheim) betreut wird.
Bedingt durch zahlreiche Abgänge und Verletzungen hatte die zweite Mannschaft des Vereins in der Schlussphase der abgelaufenen Runde große Personalprobleme und musste deshalb gleich zwei Spiele absagen. „Ein solches Malheur soll uns nicht mehr passieren“, hofft nun nicht nur Kempf künftig auf mehr Kontinuität und Ruhe.
Autor: Udo Koller







Leserkommentare (30)
Mehr KommentareIst ja so langsam eklig, immer diese Geschwafel vom CFR, und diese Berichtersattung - als ob es sich hier um eine wirklich wichtige Sache handeln würde. Keine Mannschaft stellen können, aber im eine große Fresse haben - das paßt. Wann bemerkt man eigentlich, daß es sich hier wirklich um einen Provinzclub aller erster Güte handelt. Der Hit wäre wirklich, wenn denen noch ein Stadion gebaut wird - ich frag mich für warum und für was. Für wirklich wichtige Dinge ist nie Geld da, aber über diese ...... mehr...
Mich ödet die Hofberichterstattung der PZ zum CfR auch an. Dabei gibt es doch 2 wesentlich wichtigere Vereine des Raumes Pforzheim: Grunbach und Nöttingen. Immerhin gehören beide auch zum Einzugsgebiet der PZ, keinesfalls nur die paar Mitglieder des "Stadtvereins".......... Ja und die Kickers Pforzheim und die anderen Mannschaften der Landesliga sollten doch wenigstens erwähnenswert bleiben !! Was man liest ist trotzdem interessant: 45 000 kostet also die Aufrechterhaltung von 2 Spielstätten ...... mehr...
"Dabei gibt es doch 2 wesentlich wichtigere Vereine des Raumes Pforzheim: Grunbach und Nöttingen" Wie "wichtig" und beliebt diese beiden Vereine sind lässt sich ja unschwer anhand der Zuschauerzahlen ermitteln........wobei hier die "traditionsreichen" Stadtvereine 1. CFR und SV Kickers auch nichts entgegensetzen können - im Gegenteil, deren Heimspiele werden noch von deutlicher weniger Zuschauern besucht. Jedoch wirklich "wichtig" und traditionsreich ist KEIN einziger Fussballclub in und ...... mehr...