12. Juni 2012

Karlsruher SC

zur Dossierseite
header dossier ksc
Zuletzt gab es beim Karlsruher SC mehr Aufregung auf den Tribünen und vor dem Wildparkstadion als auf dem Platz. Der DFB fordert nun eine hohe Strafe. Dem KSC droht im ersten Spiel in der 3. Liga ein "Geisterspiel" ohne Zuschauer.
Zuletzt gab es beim Karlsruher SC mehr Aufregung auf den Tribünen und vor dem Wildparkstadion als auf dem Platz. Der DFB fordert nun eine hohe Strafe. Dem KSC droht im ersten Spiel in der 3. Liga ein "Geisterspiel" ohne Zuschauer.
© dpa

DFB will harte Strafe für KSC-Chaos bei Relegation

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach den jüngsten Platzstürmen und dem Abbrennen von Pyrotechnik in Fußballstadien harte Strafen gegen gleich neun Fußballclubs gefordert. Der Kontrollausschuss des DFB beantragte am Dienstag gegen sechs Vereine jeweils Zuschauerausschlüsse zu Beginn der neuen Saison und Geldstrafen. Mit dabei: Der Karlsruher SC, dem jetzt ein "Geisterspiel" droht.

Anzeige

Fortuna Düsseldorf und der Karlsruher SC sollen ihr erstes Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Hertha BSC, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt dürften gemäß Antrag maximal 20.000 Tickets, Dynamo Dresden höchstens 13.000 Karten für das erste Heimspiel verkaufen. Alle Stehplätze müssten zudem frei bleiben. Ferner sollen Borussia Dortmund, Bayern München und Jahn Regensburg Geldstrafen zahlen.

Bildergalerie: 75 Verletzte bei Randale nach KSC-Relegation
31402993.jpg 31402991.jpg 31402988.jpg

Einen kompletten Zuschauerausschluss für das erste Heimspiel der Saison beantragte der Kontrollausschuss für den Karlsruher SC zuzüglich einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro. Damit ahndete der DFB «Vorfälle aus vier Rückrunden-Spielen und den beiden Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg».

Am härtesten bestraft werden soll Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Wegen «Vorkommnissen in drei Rückrundenspielen der 2. Bundesliga und in beiden Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin fordert der Kontrollausschuss, dass die Fortuna ihr erstes Heimspiel der neuen Spielrunde unter Ausschluss der Öffentlichkeit austrägt und darüber hinaus 100.000 Euro Geldstrafe zahlt», hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC hatte wegen Einsatzes von Pyrotechnik und eines Platzsturms insgesamt dreimal unterbrochen werden müssen. Die Vereine können bis Anfang kommender Woche Einspruch beim DFB einlegen.

«Wir halten diesen Antrag des Kontrollausschusses für vollkommen unangemessen und nicht hinnehmbar», teilte Hertha-Manager Michael Preetz mit und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Fortuna Düsseldorf will nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Peter Frymuth zunächst intern beraten, wie man reagieren werde.

Hertha, Köln und Frankfurt sollen bei ihren Heimpremieren der neuen Runde jeweils nur 15.000 Karten an ihre Anhänger zuzüglich 5000 Karten an die Gästefans verkaufen dürfen. Zudem sollen die Clubs jeweils 50.000 Euro Strafe bezahlen.

Zweitligist Dynamo Dresden soll beim ersten Heimspiel lediglich 10.000 Karten an seine Anhänger und 3000 Karten an die Gästeanhänger verkaufen dürfen. Der deutsche Meister Borussia Dortmund soll 75.000 Euro Geldstrafe zahlen - für das Abbrennen von Pyrotechnik durch Dortmunder Zuschauer bei insgesamt fünf Bundesliga-Rückrundenspielen und beim DFB-Pokalendspiel. Bayern München wurden wegen ähnlicher Vergehen 40.000 Euro, Jahn Regensburg 10.000 Euro Geldstrafe aufgebrummt. dpa

Autor: dpa

12.06.2012

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Artikel teilen
Anzeige




Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Aktuelle Videos
PZ-news auf Facebook
Aktuelle Videos
Anzeige