

Über mangelnde Arbeit konnte sich Jens Poff, Manager der Rugby-Überflieger des TV Pforzheim, auch in den Tagen nach dem 46:25-Halbfinalerfolg seiner Männer beim SC 1880 Frankfurt nicht beklagen.
Doch während sein voller Terminkalender noch vor dem Spiel in Hessen dem Hick-Hack um den Punktabzug und den damit verbundenen Verlust des Heimrechts geschuldet war (die PZ berichtete), hantiert er nun mit positivem Stress: Schließlich müssen vor dem Finale am Samstag, 16.00 Uhr in Heidelberg gegen den HeidelbergerRK, Fanbusse organisiert, Medienanfragen beantwortet und Urlaube umgebucht werden.
So hatten Jason Kupa und der gegen Frankfurt zu Höchstform aufgelaufene Innendreiviertel Jacob Kennedy bereits ihre Flugtickets gebucht – was jedoch weniger daran lag, dass die Finalteilnahme für den Bundesliga-Neuling überraschend kam. Vielmehr hatten zahlreiche Spielverlegungen wegen des kalten Februars dazu geführt, dass das Finale vom 28. April auf den 5.Mai verschoben wurde. Doch für seine beiden Spieler, die bereits vor der Verlegung Heimreise (Kennedy nach Neuseeland) und Urlaub (Kupa in die Türkei) gebucht hatten, gibt TVP-Manager Poff Entwarnung: „Kennedy konnte umbuchen und Kupa verzichtet auf den Familienurlaub“, so Poff, der sich aber bereits nach einem Ersatz-Urlaub für Jason Kupa umsieht
Auf das Endspiel zu verzichten sei, so Poff, für keinen Spieler in Frage gekommen: „Jetzt sind alle heiß aufs Finale“ sagt er – wobei „heiß“ in diesem Fall nicht mit „wütend“ gleichzusetzen ist. Denn während die Mannschaft in Frankfurt durch das verlorene Heimrecht zusätzlich angestachelt wurde, pflegt der TVP zum Endspielgegner Heidelberger RK eher freundschaftliche Beziehungen. „Das wird ein gutes, ein tolles, ein faires Spiel“, prophezeit Poff – aus gutem Grund: Zum einen halfen in der Vergangenheit Heidelberger Trainer in Pforzheim aus, um bei den Rugby-Recken aus der Goldstadt Aufbauarbeit zu leisten. Zum anderen suchte der TVP auch in den vergangenen Wochen den Kontakt zum HRK, um sich Tipps in Sachen Jugendarbeit geben zu lassen.
Und doch: Obwohl Heidelberg ein Plus an Erfahrung und in der Bundesliga nur einmal verlor (24:26 gegen Pforzheim), sieht TVP-Manager Jens Poff die Kurpfälzer nicht in der Favoritenrolle: „Die Mannschaften geben sich nichts, da wird die Tagesform entscheidend sein“, prognostiziert er vor dem Spiel der Spiele im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark. Überraschungen sind dann wohl auf keinen Seiten zu erwarten: Während der HRK mit einem Co-Trainer und einem Kameramann bei Pforzheims Halbfinalsieg dabei war, wird der TVP vom Heidelberger 71:21-Halbfinalerfolg gegen den SC Neuenheim ein Video erhalten.
Autor: Simon Walter









