Karlsruher SC

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Die Hose vom Dreck verschmiert, das Trikot blau-weiß, der Einsatz hoch: Zehn Jahre lang war Martin Stoll (links) so für den KSC im Einsatz. Jetzt stehen die Chancen gut, dass er wieder in den Wildpark zurückkehrt. Foto: dpa-Archiv
Die Hose vom Dreck verschmiert, das Trikot blau-weiß, der Einsatz hoch: Zehn Jahre lang war Martin Stoll (links) so für den KSC im Einsatz. Jetzt stehen die Chancen gut, dass er wieder in den Wildpark zurückkehrt. Foto: dpa-Archiv

Das Kaderpuzzle beim KSC ist fast komplett

Martin Stoll kehrt voraussichtlich zum Karlsruher SC zurück. Beim KSC stehen 16 Spieler für die 3. Liga schon fest, eine Lücke gibt es nur noch im defensiven Mittelfeld.

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Von vier auf 16 in 19 Tagen: „Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht“, gestand Oliver Kreuzer, Sportdirektor des Karlsruher SC, nach dem Absturz in die dritte Liga ein. Nur vier seiner Fußballer hatten einen Vertrag für die 3. Liga. Und trotzdem wird der Platz beim Trainingsauftakt am nächsten Mittwoch schon ordentlich gefüllt sein: Knapp drei Wochen nach dem Abstieg steht das Gerüst, mit dem die blau-weißen Kicker die „Mission Wiederaufstieg“ in Angriff nehmen wollen. 16 Spieler hat Kreuzer bisher für die kommende Saison unter Vertrag, Martin Stoll soll als Nummer 17 folgen.

Der 29-Jährige hat schon einmal zehn Jahre lang das Karlsruher Trikot getragen, ehe er 2009 im Wildpark keinen neuen Vertrag bekam. Über Aarau und Rostock landete der gebürtige Heidelberger schließlich bei Dynamo Dresden. Der Deal mit seinem aktuellen Arbeitgeber ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Die Krux: Stoll hat in Dresden noch einen Vertrag. Sein Berater Ronny Zeller aus Grunbach bastelt derzeit daran, diesen Kontrakt aufzulösen. „Es sieht sehr gut aus“, so Zeller.

Stoll wäre Verteidiger Nummer fünf im KSC-Kader. Außerdem haben sich bisher ein Torwart, sechs Mittelfeldspieler und fünf Stürmer für die Saison 2012/13 an den badischen Traditionsverein gebunden. Das aktuelle Team im Überblick:

Torhüter: Dirk Orlishausen ist auch in der 3. Liga gesetzt. Die Zukunft von Alexander Stolz aus Hohenwart ist indes offen. Sein Vertrag läuft aus, bisher liegt dem 28-Jährigen kein neues Angebot vom KSC vor. „Wenn es ein klares Konzept gibt, würde ich bleiben“, sagt der Keeper. Allerdings habe er auch Angebote aus der 2. Liga.

Abwehr: Mit Martin Stoll würde der KSC eine Lücke in der Defensive schließen. Nach Jan Mauersberger (kam vom VfL Osnabrück) wäre er der zweite Innenverteidiger. Stoll selbst würde sich „riesig freuen, wenn das klappen würde. Es wäre ganz einfach wunderbar, wenn ich in den Wildpark zurückkehren könnte.“ Als weiteren Innenverteidiger möchten die Badener Giuseppe Aquaro halten. Doch der Italiener hat sich noch nicht entschieden, ob er den angebotenen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnen soll.

Auf der rechten Verteidiger-Position planen die Blau-Weißen mit Sebastian Schiek, auf links mit Dennis Kempe. Von Hoffenheim II kam außerdem Philipp Klingmann. Der Rechtsfuß kann auf beiden Abwehrseiten eingesetzt werden. Keine Zukunft beim KSC haben neben den bisher bekannten Abgängen auch die Eigengewächse Stefan Müller, Thorben Stadler und Thomas Konrad.

Mittelfeld: Große Leere im defensiven Mittelfeld: Bisher ist nur der Verbleib von Steffen Haas gesichert. Pascal Groß, Makhtar Thioune, Timo Staffeldt und Matthias Cuntz kehren dem Wildpark den Rücken.

Besser sieht es da im offensiven Mittelfeld aus: Selbst wenn Hakan Calhanoglu noch wechseln sollte, ist der KSC hier gut besetzt: Gaétan Krebs und Timo Kern bleiben Trainer Kauczinski erhalten, neu hinzu kommen auf links Selcuk Alibaz (Jahn Regensburg) und Danny Blum (SVSandhausen). Fraglich, ob da für Alexander Iashvili, dem der KSC einen Ein-Jahres-Vertrag angeboten hat, noch Platz ist.

Sturm: Ein Routinier und vier Nachwuchsstürmer: Im Angriff dürfte die Kaderplanung abgeschlossen sein. Vom FSV Frankfurt wechselte der 30-jährige Karim Benyamina in den Wildpark. Er soll den „Fohlen-Angriff“ der 22-Jährigen führen: Patrick Dulleck (KSC II), Simon Brandstetter (SCFreiburg II) und Elia Soriano (Eintracht Frankfurt II). Noch jünger ist Christoph Sauter, der im Sturm und im Mittelfeld eingesetzt werden kann: Der 20-Jährige wechselt vom VfR Aalen zum KSC.

Autor: Simon Walter und Peter Putzing

01.06.2012

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