

KARLSRUHE. Au weh, KSC: Was die Karlsruher Fußballer gestern in der 2. Bundesliga bei ihrer 0:2-Niederlage beim Aufsteiger SC Paderborn ablieferten, kam einem fußballerischen Offenbarungseid gleich.
Beim Karlsruher SC brennt schon nach zwei Spieltagen in der 2. Liga der Baum. Und der Stuhl von Trainer Edmund Becker wackelt mehr als bedenklich. Noch nicht einmal 60 Sekunden hätte es schon 1:0 für die Platzherren stehen können, doch Sven Krause köpfte den Ball völlig unbedrängt genau auf KSC-Torhüter Jeff Kor-netzky. Dieser Weckruf verhallte allerdings ungehört. In der fünften Minute kam auch Sebastian Schachten nach einem Freistoß von Enis Alushi frei zum Kopfball und brachte Paderborn in Führung. Die erste Karlsruher Chance vergab Anton Fink, der für den verletzten Alexander Iashvili spielte, kläglich (15.).
Nur zwischen der 15. und 30. Minute spielte der KSC dann so zielstrebig, wie sich Becker dies erhofft hatte. Daraus resultierten gute Ausgleichsmöglichkeiten für Lars Stindl (23.), Sebastian Langkamp, der nach einem Eckball per Kopf nur die Latte traf (24.) und Christian Timm (30.).
Wie man Tore schießt, zeigte in der 32. Minute dann Toni Wachsmuth den Badenern, als der Rechtsverteidiger nicht angegriffen wurde und aus 20 Metern traf. Wenig später begann ein Großteil der etwa 400 mitgereisten KSC-Fans „Becker raus“ zu skandieren.
Der Wechsel von Chrisantus für Tarvajärvi (38.) war aber sicher nicht auf den Unmut der Fans zurückzuführen. Die wären vielleicht etwas beruhigter gewesen, wenn Anton Fink mit einem mächtigen Schuss aus halbrechter Position nicht nur den Querbalken getroffen hätte (39.).
Nach der Pause brachte Becker Gaetan Krebs für den erneut enttäuschenden Christian Timm. Doch die große Aufholjagd blieb aus und Paderborn war dem dritten Tor näher als der KSC dem Anschlusstreffer.
Autor: pz-mitarbeiter hans falsehr





