
KARLSRUHE. Bis um 19.48 Uhr durfte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Freitagabend noch hoffen, nach den Siegen zu Hause über Koblenz und in Ahlen im Heimspiel gegen Duisburg mit einem blauen Auge davonzukommen. Dann aber verpuffte auch der letzte Angriff der Platzherren gegen den MSV wirkungslos, und die „Zebras“ nahmen durch das Freistoßtor ihres Routiniers Ivica Grlic (22.) alle drei Punkte mit nach Hause.
Dennoch, so meinte Markus Schupp nach der dritten Heimniederlage, habe seine Mannschaft ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt. „Ich kann den Jungs jedenfalls keinen Vorwurf machen“, sagte der KSC-Coach, „die Einstellung hat von der ersten bis zur letzten Minute gestimmt.“
Die Verantwortung für das entscheidende Tor sah der Karlsruher Cheftrainer eher bei Schiedsrichter Sascha Thielert, als bei seinen Schützlingen, deren Mauer dann schlecht postiert war. Denn: „Das war zuvor kein Foul von Godfried Aduobe an Nicky Adler.“
Markus Schupp aber kennt natürlich die Schwachstellen seiner Mannschaft und hat mit ihr vereinbart, auch „zwischen den Jahren“ daran zu arbeiten. Den Karlsruhern steht nach dem letzten Spiel des Jahres in Fürth (Samstag, 13.00 Uhr), wo der KSC auf Michael Mutzel (fünfte Gelbe Karte) und eventuell Kapitän Alexander Iashvili (Verdacht auf Nasenbeinbruch) verzichten muss, also kein längerer Urlaub bevor: „Wir haben einstimmig beschlossen, am 27., 28. und 29. Dezember zu trainieren“, verkündete Schupp.
Auch die Vereinsführung hat keine Zeit und keinen Grund, sich zurückzulehnen. Unter anderem steht die Einstellung des neuen Sportmanagers bevor. Etwa 40 Bewerbungen, einschließlich derer für die Stelle eines kaufmännischen Geschäftsführers, sind bei dem für die Ausschreibung verantwortlichen Vizepräsidenten Rolf Hauer eingegangen. Der hat eine Vorauswahl vorgenommen und wird seinen Präsidiumskollegen in der heutigen Sitzung acht vielversprechende Bewerbungen vorlegen.
„Davon werden wir dann drei oder vier zum Vorstellungsgespräch einladen“, sagt Rolf Hauer, der positiv überrascht war „von der Qualität und Substanz etlicher Bewerbungen.“ Er rechnet allerdings nicht damit, dass Rolf Dohmens Nachfolger schon am 1. Januar seine neue Aufgabe übernehmen wird. Anfang Februar oder März seien diesbezüglich realistischere Termine.
Autor: PZ-mitarbeiter hans falsehr





