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03. Februar 2012

Karlsruher SC

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Mit vielen neuen Gesichtern startet der Karlsruher SC in die Rückrunde. Fraglich ist der Einsatz von Neuzugang Makhtar Thioune (links) in der Startelf am Sonntag gegen Erzgebirge Aue. GES
Mit vielen neuen Gesichtern startet der Karlsruher SC in die Rückrunde. Fraglich ist der Einsatz von Neuzugang Makhtar Thioune (links) in der Startelf am Sonntag gegen Erzgebirge Aue. GES

Druck und Spannung: KSC fiebert Rückrunde entgegen

Karlsruhe. Der Countdown läuft. Intern nimmt die Spannung zu, und der äußere Druck ist enorm hoch. Trotz sibirischer Temperaturen hatte der Karlsruher SC am Freitag schon 9200 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) abgesetzt.

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Die Anhänger des Zweitligaschlusslichts wollen sehen, ob der personelle Umbau in der Winterpause Früchte trägt und ihre Mannschaft den drohenden Abstieg vielleicht doch noch abwenden kann.

„Nur ein Sieg ist das richtige Startsignal für unsere Aufholjagd“, formuliert Oliver Kreuzer seine Erwartungen an Kapitän Alexander Iashvili und seine Mitspieler. „Die Mannschaft muss das umsetzen, was sie sich in den letzten Wochen im Training erarbeitet hat.“

Vorsichtiger Optimismus

Der durch ein halbes Dutzend Neuzugänge und Eigengewächs Hakan Calhanoglu (17) verstärkte Kader veranlasst seinen Sportdirektor und Cheftrainer jedenfalls zu vorsichtigem Optimismus: „Wir starten mit einem besseren Gefühl in das neue Jahr, als in die letzten Spiele vor der Winterpause“, sagte Jörn Andersen gestern. „Ich hoffe, dass wir den Negativtrend stoppen können.“ Denn unter seiner Regie ging der KSC bisher fünfmal als Verlierer vom Platz. „Und ich bin ein schlechter Verlierer. Ich hasse es, zu verlieren.“ Also sei die Auseinandersetzung mit Aue auch für ihn persönlich ein sehr wichtiges Spiel. Deshalb lässt er sich auch Zeit bei der Zusammenstellung seiner Startformation. „Ich versuche natürlich, unsere beste Mannschaft aufs Feld zu schicken. Und ich habe selbstverständlich auch schon eine Elf im Kopf. Aber: Lasst mich noch zwei Tage drüber schlafen“, bat der Norweger gestern um Verständnis. Schließlich kämpfen zum Beispiel im zentralen Mittelfeld fünf Spieler (Calhanoglu, Cuntz, Groß, Haas und Thioune) um zwei Plätze.

Pascal Groß und Hakan Calhanoglu, der am kommenden Mittwoch seinen 18. Geburtstag feiert, werden aus diesem Konkurrenzkampf wahrscheinlich als Sieger hervor gehen. Rechts gilt Bogdan Müller als Startspieler, links Delron Buckley. Alexander Iashvili soll nicht hängend oder als zweite Spitze, sondern neben Christian Timm „richtig“ stürmen. Und Torhüter Dirk Orlishausen hat eine Viererkette vor sich, die von drei Neuzugängen und dem zum rechten Verteidiger umgeschulten Timo Staffeldt gebildet wird. Abwehrspieler Giuseppe Aquaro ist gelb-gesperrt.

Diese Elf soll gegen Aue „den Kampf annehmen“, sagt Jörn Andersen. Denn der FC Erzgebirge „lebt vom Kampf.“ Wenn seine Mannschaft aber den Ball habe, „müssen wir unsere spielerischen Fähigkeiten einsetzen.“

Die Gäste haben auswärts bisher allerdings gut gepunktet (zwei Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen) und wollen ihre Ausbeute (bisher zehn Zähler) auf fremden Plätzen im Wildparkstadion steigern. „Das liegt im Bereich des Möglichen“, ist sich Trainer Rico Schmitt sicher, denn der FCE hat den KSC „mehrfach beobachtet.“ Außerdem haben die „Veilchen“ aus dem 0:2 verlorenen Hinspiel (Tore: Iashvili und Krebs) „noch eine Rechnung offen“, sagt Abwehrspieler René Klingbeil.Eine Neuauflage des Bruderduells Dennis (KSC) gegen Tobias Kempe (FCE) wird es nicht geben. Dennis leidet immer noch muskulären Problemen im Oberschenkel, und einige KSCler haben verletzungs- bzw. krankheitsbedingt mehr oder weniger Trainingsrückstand. Die meisten jedoch – außer den Langzeitverletzten Moses Lamidi und Andrei Cristea – sind einsatzbereit. Nur Giuseppe Aquaro ist Gelb-gesperrt.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Staffeldt, Soumaré, Rada, Charalambous – B. Müller, Groß, Calhanoglu, Buckley – Timm, Iashvili.

Autor: Hans Falsehr | Karlsruhe

03.02.2012

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