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Kann es nicht fassen: Stuttgarts Gotoku Sakai ärgert sich im Heimspiel gegen Bremen über eine vergebene Torchance.  Kaufmann (2), Weißbrod
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Vertrag verlängert, die Punkte fehlen: VfB-Trainer Bruno Labbadia.
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Fataler Fehler: Williams Kvists Ballverlust brachte Bremen nach vorn.
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Erneute Aussetzer lassen VfB verzweifeln

Zwischen 51 und 72 Euro kostete am Samstag das Vergnügen, den VfB Stuttgart gegen Werder Bremen von einem Haupttribünenplatz zu verfolgen. Ein Kurvensitzplatz? Stolze 38 Euro. Eine Eintrittskarte für das Spiel VfB gegen Werder, das war in den vergangenen Jahren die Garantie für großes Kino, großes Spektakel zweier Spitzenteams. So etwas kostet halt. Es war fast immer die schwäbische Lizenz zum Zufrieden-nach-Hause gehen – und jeden Cent wert: Beim 4:4 (2004), 6:3 (2008), 6:0 (2010) oder 4:1 (2007, 2008, 2012) war das jeweils der Fall.

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Am Samstag kam alles anders. Wer den Schlusspfiff im Stadion noch miterlebte, der pfiff auf den VfB. Lautstark und ausdauernd. 1:4 gegen Werder Bremen. Die fünfte Niederlage am Stück. Die vierte Pleite im vierten Spiel der Rückrunde für die Stuttgarter. „Wir liegen jetzt im Dreck“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic. Die Talfahrt geht ungebremst weiter. „Wir sind dabei, uns die gute Ausgangslage kaputt zu schießen“, sprach Bobic.

Am Samstag begann der VfB wieder mal stark mit zwei großen Chancen durch Sakai (2.) und Traoré (4.) – nur um genauso stark nach 20 Minuten nachzulassen. Folgerichtig ging Bremen durch Mehmet Ekici (34.) 1:0 in Führung. Nach Ibrahima Traorés Volleyschuss zum 1:1 (50.) waren die Schwaben dem 2:1 näher. Und dann? „Brechen uns diese individuellen Fehler wieder das Genick“, sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. William Kvist ließ sich von Werders Nils Petersen den Ball stibitzen. Aaron Hunt brauchte nur noch zum 2:1 einzuschieben (60.).

Unerklärliche, leichte Ballverluste sind das immer wiederkehrende Motiv im VfB-Spiel 2013. Gegen die Bayern (0:2) patzte unlängst Cristiano Molinaro, der gegen Bremen nicht einmal zum Kader gehörte. In Düsseldorf (1:3) sorgten Aussetzer von Serdar Tasci und William Kvist für die Gegentore. „Es wäre einfacher, wenn es immer der gleiche Spieler wäre“, sagte Fredi Bobic. Die VfB-Lage wird wesentlich komplizierter, weil es ausgerechnet die Führungsspieler sind, die die einfachen Dinge nicht mehr richtig machen. Auch Christian Gentner und Georg Niedermeier ließen sich am Samstag ein ums andere Mal von ihren Gegenspielern übertölpeln. Martin Harnik versuchte mehrmals vergeblich die Mitspieler per Hackentrick in Szene zu setzen.

Dazu gesellen sich die großen Probleme im Spielaufbau. Wenn wie in Minute 61 geschehen, der Ball drei Mal mangels Anspielstation zu Torwart Sven Ulreich gespielt wird, lässt sich die VB-Krise nicht nur mit „mangelndem Selbstvertrauen“ (Serdar Tasci) oder „mangelnder Konzentration“ (Fredi Bobic) erklären.

Drüben, auf den günstigsten Plätzen im Fanblock hatte man die Schuldigen für die aktuelle Malaise schon während des Spiels ausgemacht: „Vorstand raus.“ Oder „Mäuser, wir haben die Schnauze voll“, skandierte die Cannstatter Kurve. Die Angst, dass die VfB-Führungsspitze die Mannschaft in Abstiegsgefahr spart, sie ist groß.

Nun geht’s nach Hoffenheim

Noch ist Rang fünf nur sechs Punkte entfernt. Hoffenheim auf Relegationsrang 16 ist noch neun Zähler hintendran. Zumindest bis Sonntag 17.30 Uhr, wenn der VfB nach Sinsheim muss. „Wir können von Glück reden, dass die anderen Teams da unten nicht punkten“, sagte VfB-Kapitän Serdar Tasci. Der Blick des Kapitäns geht mit dem Trend der vergangenen Wochen; steil bergab: „Es kann schnell gehen, dass wir da ganz unten dran sind.“

Von ganz oben in der Tabelle spricht niemand mehr. Der VfB steckt in der Krise. „Wir sollten erst einmal schauen, dass wir schnell auf 40 Punkte kommen“, sagte Bobic.

Ausflüchte in Europa League

Wie gut, dass es kleine Ausflüchte aus dem tristen Bundesliga-Alltag gibt. Am Donnerstag (21.05 Uhr) kommt der belgische Club KRC Genk zum Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League. „Eine Chance sich Selbstvertrauen zu holen“, findet der Sportdirektor. Wer dabei sein möchte: Die Eintrittspreise sind stark vergünstigt.

Autor: Florian Huber | Stuttgart

10.02.2013

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