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Im Blickpunkt stand kurz vor Spielschluss Schiedsrichter Luca Schlosser (links); rechts das 1:0 für Saarbrücken durch Patrick Schmidt, der FCN-Torhüter Robin Kraski ausspielt.   Ripberger
Im Blickpunkt stand kurz vor Spielschluss Schiedsrichter Luca Schlosser (links); rechts das 1:0 für Saarbrücken durch Patrick Schmidt, der FCN-Torhüter Robin Kraski ausspielt. Ripberger
Im Blickpunkt stand kurz vor Spielschluss Schiedsrichter Luca Schlosser (links); rechts das 1:0 für Saarbrücken durch Patrick Schmidt, der FCN-Torhüter Robin Kraski ausspielt.   Ripberger
Im Blickpunkt stand kurz vor Spielschluss Schiedsrichter Luca Schlosser (links); rechts das 1:0 für Saarbrücken durch Patrick Schmidt, der FCN-Torhüter Robin Kraski ausspielt. Ripberger
19.03.2017

Fehlentscheidung sorgt für Frust beim FC Nöttingen

Nach zwei Spielen ohne Niederlage hat der FC Nöttingen einen Rückschlag hinnehmen müssen. Vor gut 500 Zuschauern verlor das Schlusslicht der Fußball-Regionalliga Südwest sein Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:2 (0:1). Wie beim 2:4 im Hinspiel gelang Außenseiter Nöttingen spät der Ausgleich, letztlich aber kein Punktgewinn. Dieses Mal brachte ein Elfmetertreffer den FCN um den Lohn aller Mühen.

Wenn auch dezent, selbst Gäste-Trainer Dirk Lottner attestierte Schiedsrichter Luca Schlosser aus Stahlhofen im Westerwald eine spielentscheidende Fehlentscheidung. Von der Bank aus habe er den Zweikampf zwischen seinem Stürmer Kevin Behrens und dem 19-jährigen Einwechselspieler Dennis Schneider nicht gesehen, doch bei der nachträglichen Betrachtung habe sich gezeigt, dass es auch nichts elfmeterwürdiges zu sehen gab. Lottners Vorlage bei der Pressekonferenz nahm FCN-Trainer Dubravko Kolinger gerne auf. „Wenn alle im Stadion nichts gesehen haben – bis auf einen –, dann ist ja alles gesagt“, fügte der 41-Jährige hinzu. Gleich zu Beginn hatte Kolinger erklärt, vorsichtig sein zu wollen, um ja nichts Falsches zu sagen.

Eine Partie, die noch Auswirkungen auf Auf- und Abstieg haben könne, sollte man lieber mit einem erfahrenen Schiedsrichter besetzen, meinte FCN-Stürmer Michael Schürg, empfahl allen Nöttingern aber dennoch, die Entscheidung, abzuhaken. Der erst 23-jährige Schiri selbst war übrigens zu keiner Auskunft bereit.

Der Elfmetertreffer von Steven Zellner (89. Minute) war ausschlaggebend, nachdem es Saarbrücken nach dem 20. Saisontreffer von Patrick Schmidt (18.) versäumt hatte, nachzulegen. Schmidt selbst hatte Pech, als er kurz nach dem Seitenwechsel einen Schuss an den Pfosten setzte. Dass sich die spielerisch starken Gäste auf dem 1:0 ausruhten, kam den kampfstarken Nöttingern entgegen. Mitte der zweiten Hälfte machten sie vor allem über die rechte Seite Dampf. Für den Ausgleich sorgte dann Reinhard Schenker per Freistoß: Aus knapp 30 etern produzierte er ein Wembley-Tor. Ob der Ball von der Unterkante der Latte hinter oder doch auf die Linie tropfte, hätte so oder so nicht groß diskutiert werden müssen, da Niklas Kolbe per Kopf entschlossen nachsetzte.

Beim ersten Gegentreffer hatten Kolbe und Innenverteidiger-Kollege Holger Fuchs nicht gut ausgesehen. Da sich beide auf Behrens konzentrierten und sich dabei gegenseitig behinderten, hatte dann ausgerechnet FCS-Torjäger Schmidt freie Bahn. In dieser Szene sei alles schief gelaufen, gab Trainer Kolinger unumwunden zu, sprach seinem stark ersatzgeschwächt angetretenen Team letztlich aber doch ein „Riesenkompliment“ aus. In der Offensive fehlte Niklas Hecht-Zirpel, der Drei-Tore-Mann des 5:1-Erfolgs beim FC Astoria Walldorf. In einer Woche beim FK Pirmasens will er wieder spielen, nicht erst im folgenden beim Pokal-Halbfinal-Hit gegen Walldorf.

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