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09.10.2008

Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten beim FCP

Gerüchten über Zahlungsschwierigkeiten beim Fußballverein 1. FC Pforzheim nachzugehen zählt in Pforzheim schon zum journalistischen Tagesgeschäft. Dieser Tage rumorte es wieder einmal. Gehälter seien nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt worden, heißt es. Dies sei auch ein Grund für die teilweise desolaten Auswärtsleistungen (1:7 in Durlach-Aue, 1:6 bei Sandhausen II) des Fußball-Verbandsligisten.

Verein und Spieler dementieren lautstark. „Da ist überhaupt nichts dran“, sagt Kapitän Bruno Martins und fügt hinzu: „Natürlich wissen wir alle, dass es dem FCP finanziell nicht so gut geht. Aber wir haben vollstes Vertrauen in die Vereinsführung.“ Für den FCP-Kapitän steht ohnehin fest: „Auf dem Platz denkt kein Spieler an Geld.“ Insofern hätten finanzielle Dinge keinen Einfluss auf die sportliche Leistung.

Auch Vize-Kapitän Martin Maier beteuert, dass nach seinem Kenntnisstand bisher alle zugesagten Gelder bezahlt worden seien. „Beim FCP kommen halt immer mal wieder solche Gerüchte auf.“ Maier geht davon aus, dass Spieler, die Probleme mit dem Verein hätten, zu ihm oder Kapitän Bruno Martins gekommen wären, um darüber zu reden. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Michael Rosanowski vom Präsidium des Vereines räumt ein, dass es tatsächlich Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen gegeben habe. Das sei aber mit den Spielern besprochen worden und danach problemlos über die Bühne gegangen.

Dass der 1. FC Pforzheim, der mit einem Etat von etwa 190 000 Euro auskommen muss, finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, ist hinlänglich bekannt. „Wir müssen täglich kämpfen, und das tun wir auch. Wir haben aber alles im Griff“, gibt Michael Rosanowski zu Protokoll. Im Übrigen wäre es traurig, wenn finanzielle Dinge einen Einfluss auf die sportliche Leistung auf dem Platz hätte, sagt Rosanowski.