

PFORZHEIM. In der Oberliga Baden-Württemberg bleibt der SG Pforzheim/Eutingen nach dem Last-Minute-Sieg bei Langenau/Elchingen keine Zeit zum Luft holen. Mit dem TSV Altensteig wartet heute Abend schon der nächste Brocken.
Wenn um 20 Uhr in der Konrad-Adenauer-Halle das Nordschwarzwaldderby angepfiffen wird, geht es um viel. Der alte Rivale aus der Region, der beim Jahreswechsel mit seinen 8:20-Punkten schon als sicherer Absteiger gehandelt wurde, zauberte mit Rückraumspieler Nico Fortenbacher sowie Keeper Barbaros Özsös zwei Routiniers von Regionalligist Herrenberg/Haslach/Kuppingen aus dem Hut. Nach 10:4-Punkten im Jahre 2010 ist man auf einem guten Wege, in der Liga zu bleiben.
SG-Coach Marc Nagel hat die Schwarzwälder bei deren Auftritt in Großsachsen beobachtet und war trotz der 27:30-Niederlage von deren Leistungsvermögen beeindruckt. Mit Maxim Cahn verfügt der Ex-Regionalligist über den drittbesten Werfer der Liga (192 Treffer) aber auch Fortenbacher, Keller und Saula haben in dieser Saison schon zweistellig getroffen.
Wie im Vorspiel, das die Buckenberger im Endspurt noch hauchdünn für sich entschieden, ist auch diesmal eine Begegnung auf Messers Schneide zu erwarten. Ein Überraschungsgast auf der Tribüne soll für Stimmung sorgen und vor allen die jungen Fans unterhalten.
Eine wichtige Vorentscheidung über den Aufstieg fällt an diesem Wochenende im Spitzenspiel zwischen dem TV Großsachsen und den Stuttgarter Kickers. Bei der SG Pforzheim/Eutingen drückt man wohl den Kickers die Daumen, weil damit Großsachsen noch weiter abgehängt wäre.
Ein hoher Einsatz im Titelkampf steht am Samstag in der Benckiserhalle auf dem Spiel, wo sich mit der TGS Pforzheim und dem TV Mannheim-Friedrichsfeld der Spitzenreiter der Badenliga und sein direkter Verfolger gegenüberstehen. Pech für die Wartberger, dass ausgerechnet bei diesem Schlüsselspiel mit Tobias Müller und Sven Kaiser zwei der Leistungsträger verletzt sind. Müller wird nach seiner Operation am Auge definitiv fehlen, ein Fünkchen Hoffnung besteht, dass Kaiser fitgespritzt und getaped mit aufläuft. Dies wird sich aber erst am Spieltag entscheiden. Die Vorrundenbegegnung haben die Mannheimer, die dank einer gezielten Jugendarbeit binnen sieben Jahren von der zweiten Kreisliga in die Badenliga durchmarschierten, mit 26:24-Treffern für sich entschieden. Seinerzeit war das Wachsverbot, das bei den Heimspielen in Mannheim besteht, Bundesgenossen von Friedrichsfeld.
Die SG Pforzheim/Eutingen II hat sich durch den Sieg in Königshofen/Sachsenflur im Abstiegskampf etwas Luft verschafft, dennoch ist die Truppe von Wolfgang Lipps noch lange nicht über dem Berg. Es wäre wichtig, dass Markus Rauch mit seinen jungen Mitstreitern nunmehr auch vor dem eigenen Anhang einmal etwas reißt. Einfach wird dies nicht, weil am Samstag mit der HSG Linkenheim/Hochstetten der Tabellendritte seine Visitenkarte abgibt.
Kaum dass die Neuenbürger Anhänger nach drei Spielen ohne Niederlage ihren HC im Lift nach oben wähnten, setzten die Buchberger mit den Niederlagen gegen „Liholi“ und gegen Neuthard wieder negative Signale. Vor allem der Auftritt beim Schlusslicht in Neuthard war indiskutabel. Also Grund genug für Daniel Erlenmaier und seine Mitstreiter im Heimspiel gegen den TSV Viernheim wieder für gutes Wetter zu sorgen.
Der TV Ispringen siegt und siegt in der Landesliga. Beim SV Langensteinbach war es am Sonntag Sieg Nummer zehn in Folge, im Heimspiel mit Schlusslicht HSG TB/TG 88 Pforzheim ist Nummer elf eingeplant.
Der TSV Knittlingen hat auswärts mit 2:18-Zählern eine ganz negative Bilanz. Die beiden Pluspunkte wurden allerdings beim überraschenden Auswärtssieg beim SV Langensteinbach ergattert. Dieses Erfolgserlebnis macht den Fauststädtern nun auch vor dem Heimspiel gegen die Karlsbader Mut.
Frauen BW-Ligist HSG TB/TG 88 Pforzheim hat sich zuletzt gegen den TSF Ludwigsfeld einen herben Rückschlag geleistet. Nach der schwachen Leistung gegen die Ulmerinnen ist kaum anzunehmen, dass sich die HSG am Samstag ausgerechnet beim ambitionierten Spitzenreiter TG Nürtingen rehabilitieren.
Autor: pz-mitarbeiter dieter glauner





