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16.03.2008

Hart wie ein 400-Meter-Lauf

„Eine Runde Lateintanzen bei einer deutschen Meisterschaft ist wie ein 400-Meter-Lauf“, sagen Fachleute. Das würden sicherlich auch die ehemaligen Schwarz-Weiß-Tänzer Sigrun und Friedrich Aisenbrey unterstreichen.

Am Rande der Veranstaltung in Pforzheim nutzte das Ehepaar die Gelegenheit, sich mit ihren ehemaligen Konkurrenten Günter Kraft/Renate Kastrowski-Kraft (früher Pforzheim, jetzt Braunschweig) zu treffen, um über alten Zeiten zu plaudern. Dabei staunte das Quartett nicht schlecht, was die Paare von heute – rund 25 Jahre nach Beendigung der eigenen Laufbahn – so alles aufs Parkett zaubern. „Das Tanzen ist viel schneller, athletischer geworden“, ist Renate Kraft aufgefallen, „und es tauchen immer weniger deutsche Namen auf.“ Ihrem Mann Günter („Ich fotografiere immer im Takt“) wäre es diesmal sicherlich schwerer wie in früheren Tagen gefallen, mit der Kamera den ein oder anderen Schnappschuss zu machen. Ob Ralf Müller mit dem Fotoapparat ähnlich erfolgreich ist, wie als Latein-Tänzer ist dagegen nicht bekannt. Schon während der Zwischenrunde zur deutschen Meisterschaft hatte der ehemalige Schwarz-Weiß-Tänzer so seine Vorahnungen. „Im Zweifelsfall wird im Tanzsport immer für den Titelverteidiger entschieden“, verriet der mehrfache Welt- und Europameister, der zum Trainer-Team von Kulczak/Mabuse gehört. „Timo und Motsi sind im Moment so gut drauf wie lange nicht. Ich kann nur hoffen, dass das auch die Wertungsrichter sehen. Aber so richtig glaube ich nicht daran“, meinte Müller und sollte am Ende recht behalten.