nach oben
11.08.2011

Illinger Faustballer gelangt als Zuschauer ins WM-Halbfinale

ILLINGEN/LINZ. Erwartungsgemäß hat Deutschlands Faustball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Österreich das Halbfinale erreicht. In Linz gelang dem WM-Dritten von 2007 gegen Chile ein 3:1-Erfolg. Zur deutschen Stammformation gehörte Marco Lochmahr aus Illingen wieder nicht, allerdings sein Klubkamerad, der Abwehrspieler Michael Marx vom TV Vaihingen.

Im Spiel gegen einen kampfstarken Außenseiter verlor Deutschland den ersten Satz knapp. Erst dann schickte Bundestrainer Olaf Neuenfeld bei strahlendem Sonnenschein seinen besten Angreifer, Patrick Thomas vom TSV Pfungstadt aus Hessen, aufs Feld. Ab diesem Zeitpunkt hatte der Favorit den Gegner im Griff, so dass weitere Wechsel nicht erforderlich waren. In der Zwischenrunde hatte Chile mit 3:0 gewonen, wobei sich die äußeren Bedingen stark unterschieden.

Die Position des 23 Jahre alten Zuspielers Lochmahr füllt weiter Fabian Sagstetter vom TV Schweinfurt-Oberndorf in Bayern aus. "Wir haben ein bißchen nervös angefangen, konnten uns dann aber hineinarbeiten", sagte der deutsche Kapitän Sascha Ball (VfK Berlin) noch im Stadion vor 2000 Zuschauern. Nun treffen die Deutschen im Halbfinale, das voraussichtlich am Freitag um 16 Uhr beginnt, auf Brasilien. Der World Games-Sieger aus Südamerika setzte sich erwartugnsgemäß mit 3:0 gegen Namibia durch. Während der Zwischenrunde bezog Deutschland mit Lochmahr eine 1:3-Niederlage gegen Brasilien. Für eine große Überraschung sorgte Argentinien, dass sein Viertelfinale gegen die Schweiz mit 3:2 gewann.

Außer Marx und Lochmahr, dessen Reservistenrolle ein wenig überraschend kommt, gehört als Ergänzungsspieler für den Angriff der Vaihinger Marc Krüger (TV Stammheim) zum deutschen Aufgebot. Die Faustball-WM geht am Samstag um 20.15 Uhr mit dem Finale im oberösterreichischen Pasching zu Ende. rks