


Selbst ein Unfall stoppt Porsche-Fahrer Swen Dolenc beim Wüsten-Klassiker nicht. Mit neuem Partner will der Maulbronner auch im GT-Masters durchstarten.
Das neue Jahr hat für den Porsche-Fahrer Swen Dolenc äußerst verheißungsvoll begonnen. Nachdem er letzte Saison beim ADAC GT Masters in der Amateur-Wertung auf Anhieb Platz zwei belegte, zeigt die Leistungskurve des 44-Jährigen auch 2012 nach oben. Das haben die Ergebnisse auf dem Wüsten-Asphalt von Dubai gezeigt, wo der Maulbronner gegen starke Profi-Konkurrenz den 24-Stunden-Klassiker absolvierte. Am Ende standen ein kaum erwarteter fünfter und ein dreizehnter Rang im Gesamtfeld zu Buche. Und das, obwohl der Motorsportler ohne Eigenverschulden mit einem der beiden 911er-Porsche bereits nach zehn Runden in einen Unfall verwickelt wurde. Gleich zwei Konkurrenten waren in seinen Boliden gekracht, sodass unter anderem die Vorderradaufhängung brach und die Lenkung erhebliche Schäden davontrug. „Es sind uns zwar wertvolle Stunden in der Box verloren gegangen. Die Mechaniker haben aber Unglaubliches geleistet“, lobt Dolenc.
Zur großen Aufholjagd blies der Sportwagen-Verkäufer des Pforzheimer Porschezentrums auf Position 66 und arbeitete sich Runde um Runde nach vorn. Dabei kamen ihm nicht zuletzt die aerodynamischen und fahrwerktechnischen Verbesserungen an seinem Porsche 911 GT3 R zugute. Auch das neue „Paddleshift“, die Lenkradschaltung, erwies sich nach kurzer Eingewöhnungsphase als großer Gewinn im Kampf um immer schnellere Rundenzeiten. Genauso wie die durch hartes Training verbesserte Fitness, die es dem Maulbronner sogar gestattete, zusätzliche Rennabschnitte bei Nacht und im Parallel-Team zu bestreiten. „Wer sich körperlich gut fühlt, bei dem lässt die Konzentration nicht so schnell nach“, betont Dolenc, der zusammen mit seinen Kollegen im zweiten Auto (Platz fünf) auch als bestes Porsche- und Privatfahrer-Team den 24-Stunden-Klassiker beendete. Inzwischen sind auch die Boliden wieder in der Schweizer Heimat seines Fach-Auto-Tech-Rennstalls eingetroffen. Nächste Woche steigen bereits die ersten Testfahrten mit dem 911er für die neue ADAC GT Masters-Serie, die am 31.März in Oschersleben beginnt.
Seit einigen Tagen steht außerdem fest, dass Swen Dolenc mit dem Österreicher Martin Ragginger künftig einen jungen Profi-Kollegen an die Seite gestellt bekommt. Der 23-Jährige gilt als einer der schnellsten Porsche-Piloten überhaupt. „Unser Ziel heißt ganz klar, konstant unter die ersten zehn zu fahren. In dieser Besetzung müsste das machbar sein“, hofft Dolenc, der seine Vorfreude auf die nahende Masters-Serie kaum verbergen kann. „Auch wenn der Druck ein bisschen gestiegen ist, versuche ich einfach einen guten Job zu machen“, verspricht der 44-Jährige.
Autor: Peter Hepfer





