Karlsruher SC

zur Dossierseite
header dossier ksc
Als sportlicher Leiter beim Karlsruher SC musste Oliver Kreuzer den Abstieg des Zweitligisten miterleben. Jetzt will er helfen, den Aufstieg zu schaffen. Der Kader des KSC sei dazu in der Lage. Foto: dpa
Als sportlicher Leiter beim Karlsruher SC musste Oliver Kreuzer den Abstieg des Zweitligisten miterleben. Jetzt will er helfen, den Aufstieg zu schaffen. Der Kader des KSC sei dazu in der Lage. Foto: dpa

KSC-Manager Oliver Kreuzer: „Die 3. Liga ist kein Selbstläufer“

Als Spieler war Oliver Kreuzer mit dem FC Bayern München Uefa-Cup Sieger und zweimal deutscher Fußball-Meister. Auch mit dem FC Basel gewann er Titel. Ebenso als Manager – in Basel, Salzburg und Graz. Doch beim Karlsruher SC musste er als Manager in die 3. Liga absteigen. Mit ihm sprach PZ-Mitarbeiter Peter Putzing.

Anzeige

PZ: Herr Kreuzer, ist der Abstieg verdaut?

Oliver Kreuzer: Immer, wenn ich zurückdenke, was an diesem Montagabend passierte – dann werde ich das nie verdauen, nie verstehen. Aber: Es muss weitergehen. Mein Blick geht nach vorne.

PZ: Ist Ihre Motivation, in der 3. Liga zu arbeiten, darin begründet, diese Scharte mit dem sofortigen Wiederaufstieg auszuwetzen?

Oliver Kreuzer: Klar. Ich setze alles daran, sofort zurückzukehren, Der Abstieg war für mich Neuland – im negativen Sinne. Zuvor habe ich mit meinen Vereinen immer nur oben gespielt.

PZ: Der Aufstieg ist das eindeutige Ziel. Worauf basiert die Zuversicht, dass das klappt?

Oliver Kreuzer: Wir haben Tag und Nacht am Kader gebastelt. Der Kader ist stark genug, um ganz oben mitzuspielen. Wir haben junge, talentierte Spieler, aber auch erfahrene Akteure. Die Frage heißt: Wie schnell wächst da eine Einheit zusammen? Wie schnell verinnerlichen die Spieler die Ideen und taktischen Vorgaben des Trainers? Ich bin zuversichtlich, dass wir vorne mitspielen. Die 3. Liga ist kein Selbstläufer und eine hundertprozentige Garantie, dass man aufsteigt – die gibt es nicht. Die Liga ist ausgeglichen und bei 38 Spielen braucht man einen langen Atem.

PZ: Wer sind die stärksten Konkurrenten?

Oliver Kreuzer: Da gibt es einige: Rostock, Aachen, Heidenheim und Wehen-Wiesbaden, auch Erfurt oder Chemnitz.

PZ: Der KSC-Kader wurde umgebaut. Wo gibt’s noch Bedarf? Wo sind noch Schwächen?

Oliver Kreuzer: Ob irgendwelche Schwächen vorhanden sind, wird das erste Saisonviertel zeigen. Grundsätzlich haben wir den Kader, den wir wollten. Wir haben etliche Spieler, die polyvalent einsetzbar sind und haben alle Positionen doppelt besetzt. Wir halten die Augen aber offen. Wenn etwas für uns Interessantes auf den Markt kommt, könnte es sein, dass wir etwas machen.

PZ: Wer sind die Korsettstangen im Kader, die Leistungsträger?

Oliver Kreuzer: Ich hoffe, dass Torhüter Orlishausen eine starke Saison spielt. Vergangenes Jahr begann er überragend, wurde dann von einer Verletzung zurückgeworfen. Dann Innenverteidiger Martin Stoll, der sehr erfahren ist und mit Mauersberger eine Führungsrolle übernehmen soll. Von Steffen Haas erwarte ich einen Leistungssprung. Dazu natürlich Gaetan Krebs oder Rouwen Hennings und Benyamina. Diese Achse kann das Gerüst sein.

PZ: Wird die Hängepartie „Calhanoglu“, der zum SV Werder Bremen will, beendet? Es ist doch komisch, dass ein Spieler mittrainiert, der wohl gehen will – und wird.

Oliver Kreuzer: Warum ist das eine komische Situation? Hakan hat einen gültigen Vertrag. Sollten wir uns mit keinem Verein einigen, haben wir einen Topspieler in unseren Reihen. Es gibt Schlimmeres, als einen Hakan Calhanoglu im Kader zu haben. Das Entscheidende ist: Wir müssen den Spieler aus finanziellen Gründen nicht verkaufen. Es gab Gespräche mit Bremen, aber das Angebot war inakzeptabel. Wir warten ab.

PZ: Der Auftakt ist in Heidenheim, dann kommt Aufsteiger Halle, ehe es zum Derby nach Stuttgart geht. Hammerhart, oder?

Oliver Kreuzer: Das ist vielleicht ganz gut so, dass wir in Heidenheim ran müssen. Wir sind von Anfang an unter Druck, weil wir oben dabei sein wollen. Da muss man es nehmen, wie es kommt. Ich habe so viel Vertrauen in unser Team, dass ich glaube, dass wir auch in Heidenheim gut starten werden.

Autor: Peter Putzing

08.07.2012

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Artikel teilen
Anzeige




Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Aktuelle Videos
PZ-news auf Facebook
Aktuelle Videos
Anzeige