Karlsruher SC

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Erste Glanztat: Karlsruhes Torhüter Dirk Orlishausen klärt gegen Bochums Christoph Dabrowski.  Vennenbernd
Erste Glanztat: Karlsruhes Torhüter Dirk Orlishausen klärt gegen Bochums Christoph Dabrowski. Vennenbernd

KSC: Sechs Punkte zum Nicht-Abstiegsplatz

Zwei Spiele ohne Gegentor, vier Punkte geholt – der Trend beim Karlsruher SC zeigt eindeutig nach oben. Doch in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga kommen die Badener nicht von der Stelle. Mit dem 0:0 in Bochum verteidigte das Team wenigstens den Relegationsplatz im Tabellenkeller. Doch zum rettenden Ufer sind es immer noch sechs Punkte.

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Markus Kauczinski hatte seine Mannschaft auch für ihren Auftritt in Bochum taktisch sehr gut eingestellt. In der Halbzeitpause musste der KSC-Trainer zwar nachjustieren, doch das half für den zweiten Spielabschnitt. „Unterm Strich“, bewertete der Nachfolger von Jörn Andersen das zweite Spiel unter seiner Regie, „war das 0:0 in Ordnung.“

Gegen Dresden muss Sieg her

Im morgigen Heimspiel gegen Dresden (17.30 Uhr) muss jetzt aber ein Sieg her – um gegen die heranstürmenden Teams aus Rostock und Aachen zumindest den drittletzten Rang zu behaupten, und um die minimale Chance auf den viertletzten Platz zu wahren. Warum seine Schützlinge zunächst große Probleme hatten, in Bochum ins Spiel zu kommen, konnte der KSC-Coach auch am Tag danach noch nicht erklären. „Dafür gibt es ja auch nicht nur einen einzigen Grund.“ Viele Kleinigkeiten seien da zusammengekommen.

Klar ist, dass der Trainer mit dem Zweikampfverhalten einiger Akteure nicht zufrieden war. Zum Glück präsentierte sich Dirk Orlishausen in Bestform. Der Karlsruher Schlussmann hielt seinen Kasten mit Glanzparaden bei den Kopfbällen von Bochums Kapitän Christoph Dabrowski (22.) und Hólmar Örn Eyjólfsson (89.) sauber. Und er hatte das Glück des Tüchtigen, als der Ball am Pfosten landete (34.). Auch die Viererkette vor Orlishausen lieferte recht solide Arbeit ab. Das Mittelfeld und die beiden Angreifer aber brachten in den ersten 45 Minuten so gut wie nichts zustande.

„Wir wollten mutiger sein, waren aber bei Ballbesitz ganz schwach und konnten uns in den Zweikämpfen nicht behaupten“, blickte Kauczinski enttäuscht zurück. Mit Klemen Lavric für Christian Timm wurde das Karlsruher Spiel besser. „Wir haben unsere Hemmungen ein bisschen abgelegt“, formulierte es Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Großchancen für den KSC

In der Folge hätte der KSC sogar das Spiel entscheiden können. In der 54. Minute wurstelte sich Pascal Groß durch den VfL-Strafraum, scheiterte aber an einer Fußabwehr von Bochums Keeper Andreas Luthe – und Lavric war überrascht, als der abgewehrte Ball vor seinen Füßen landete. Alexander Iashvili (57.) und Groß (60.) hatte weitere Möglichkeiten. Und bei einem Kopfball von Lavric (73.) war erneut Luthe zur Stelle. Letztlich war aber die Punkteteilung für den KSC glücklich, weil Orlishausen kurz vor Schluss noch einmal mit einer Glanztat klärte.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Karlsruhern jetzt nicht. „So eine erste Halbzeit, wie in Bochum, können wir uns nicht mehr erlauben“, nahm Markus Kauczinski das Restprogramm ins Visier. Schon morgen gegen Dresden müsse seine Mannschaft „beherzter zur Sache gehen.“ Für die Startaufstellung sei daher auch die Frage ausschlaggebend: „Wer kann Vollgas geben?“

Autor: Hans Falsehr und Udo KollerKarlsruhe

09.04.2012

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