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Nach dem Aus für Rainer Scharinger (großes Bild) als Trainer beim Karlsruher SC werden als mögliche Nachfolger (rechts, von oben) Milan Sasic, Petrik Sander und Franco Foda gehandelt.  Rietschel(1)/dpa-Archiv (3)
Nach dem Aus für Rainer Scharinger (großes Bild) als Trainer beim Karlsruher SC werden als mögliche Nachfolger (rechts, von oben) Milan Sasic, Petrik Sander und Franco Foda gehandelt. Rietschel(1)/dpa-Archiv (3)

KSC: Wer folgt auf Scharinger?

Zehn Spiele ohne Sieg. Nur neun Punkte und 13:29 in der 2. Fußball-Bundesliga. Tabellenplatz 17. Abstiegskampf. Trainer Rainer Scharinger, unter dessen Regie die Kicker des Karlsruher SC in der vergangenen Saison gerade noch die Kurve kriegten, war nicht mehr zu halten. Jetzt läuft die Suche nach einem Nachfolger. Gehandelt werden viele Namen, ein Favorit zeichnet sich noch nicht ab.

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Letztendlich kostete Scharinger die fußballerische Bankrotterklärung, die seine Mannschaft bei ihrer 1:5-Niederlage in Dresden ablieferte, den Job. „Das Ergebnis und vor allem, wie die Mannschaft am Samstag aufgetreten ist“, nannte Sportdirektor Oliver Kreuzer den Anlass für die Trennung vom 44-jährigen Fußballlehrer.

Exakt ein Jahr, nachdem sich der KSC von Trainer Markus Schupp getrennt hatte, und nur knapp acht Monate, nachdem Rainer Scharinger in der Nachfolge von Uwe Rapolder die sportliche Verantwortung übernommen hatte, musste der gebürtige Karlsruher sein Büro wieder räumen.

„Wir waren zum Handeln gezwungen“, fasste Clubchef Ingo Wellenreuther die Gespräche im Präsidium, mit dem Sportdirektor und mit dem Cheftrainer zusammen. „Wir mussten im Sinne des KSC reagieren.“ „Wir sind im Guten auseinander gegangen“, zog Wellenreuthers einen verbalen Schlussstrich.

Am gestrigen Dienstag übernahm – wieder einmal und wieder vorübergehend – Markus Kauczinski die sportliche Verantwortung. Der Trainer des KSC II befindet sich noch in der Ausbildung zum Fußballlehrer und darf ohne Lizenz die Profis höchstens 15Werktage trainieren.

Einen „Schnellschuss“ in der Trainerfrage schlossen die Verantwortlichen aus. Deshalb wird Kauczinski aller Voraussicht nach am Freitag (18 Uhr) im Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn FC Ingolstadt die Blau-Weißen coachen.

Oliver Kreuzer sprach zu den KSC-Profis und machte ihnen klar, „dass wir eine Leistung wie in Dresden nicht mehr akzeptieren“. Der Sportdirektor will keinen jungen Trainer mit der Aufgabe „Klassenerhalt“ betrauen. „Es muss ein Trainer sein, der Erfahrung in einer solchen Situation hat, der der Mannschaft Vertrauen gibt, dem die Mannschaft folgt.“ Spieler Delron Buckley gab mit seinen Aussagen nach der Pleite in Dresden („Jeder macht nur sein Ding“) den Hinweis, dass der Zusammenhalt im Team fehlt.

Wer erfüllt das KSc-Anforderungsprofil? Der seit Juli vereinslose Petrik Sander (40/Cottbus, Aalen, Koblenz)? Der kürzlich vom MSV Duisburg entlassene Milan Sasic (53), oder Franco Foda (45), mit dem Oliver Kreuzer bei Sturm Granz ein erfolgreiches Gespann bildete? Auch der ehemalige KSC-Kicker Hans-Jürgen Boysen (54/aktuell FSV Frankfurt) könnte ein Thema werden.

Autor: Hans Falsehr

01.11.2011

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