

KARLSRUHE. Der Aufwärtstrend beim Karlsruher SC ist bereits wieder gestoppt. Nach zwei Siegen hintereinander mussten sich die Schützlinge von Trainer Markus Schupp in Kaiserslautern mit 0:2 geschlagen geben.
Es muss ja keine schweren Verletzungen geben oder Platzverweise hageln. Aber ein bisschen mehr Derby darf es schon sein, wenn sich Kaiserslautern und der KSC das nächste Mal gegenüber stehen. Denn das, was beide Mannschaften am Samstag vor knapp 40 000 Zuschauern auf dem „Betze“ boten, war eine weitgehend emotionslose und blutleere Vorstellung.
Marco Kurz war das egal. Schließlich hat seine Mannschaft nach dem 2:1-Sieg in St. Pauli und dem Pokalerfolg über Erstligist Leverkusen (2:1) die englische Woche mit dem dritten Sieg „vergoldet“, wie der FCK-Trainer sagte. Sein Karlsruher Kollege Markus Schupp hingegen war sehr enttäuscht: „Wenn wir so gespielt hätten wie zuletzt, wäre ein Sieg möglich gewesen“, haderte der KSC-Coach. Seiner Elf aber schien der Glaube daran zu fehlen, Deutschlands höchsten Fußball-Berg bezwingen zu können. Die Karlsruher Spieler brachten, „den Willen, die Überzeugung, hier gewinnen zu können“, so Markus Schupp, nicht auf. „Ich dachte, wir wären diesbezüglich schon weiter“, räumte er ein.
Der KSC agierte auf dem Betzenberg insgesamt „zu verhalten“ und zeigte „zu wenig Selbstvertrauen“, meinte auch Rolf Dohmen. „Das Spiel nach vorne war zu zaghaft und zögerlich“, so der Manager der Gäste weiter. FCK-Keeper Tobias Sippel wurde in 90 Minuten kein einziges Mal ernsthaft geprüft.
Und als der Ball in der 81. Minute in seinem Netz lag, krönte der erst 21-jährige Schiedsrichter Robert Kempter seine bis dahin schon schwache Leistung damit, dass er den einwandfreien Treffer von Macauley Chrisantus wegen einer angeblichen Abseitsstellung annullierte. „Wenn das der Anschlusstreffer gewesen wäre“, vermutete Markus Schupp, „wäre es noch einmal spannend geworden.“
Der KSC hatte aber schon Grund, mit dem Unparteiischen und seinen Entscheidungen unzufrieden zu sein. Dem 1:0 für den FCK durch Rodnei (42.) ging ein aus Karlsruher Sicht unberechtigter Freistoß voraus. Und den von Sebastian Langkamp verursachten und von Bastian Schulz zum 2:0 (53.) verwandelten Handelfmeter, „muss man nicht zwingend pfeifen“, meinte der KSC-Innenverteidiger.
Autor: PZ-mItarbeiter hans Falsehr





