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Volles Haus und rassige Kämpfe:  Beim Ringer-Derby zwischen Brötzingen und Ispringen war allerhand geboten. Links der Brötzinger David Wagner beim Schultersieg gegen Sebastian Salemi.
Volles Haus und rassige Kämpfe: Beim Ringer-Derby zwischen Brötzingen und Ispringen war allerhand geboten. Links der Brötzinger David Wagner beim Schultersieg gegen Sebastian Salemi.
© M. Müller
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KSV erobert Tabellenspitze

PFORZHEIM. Die letzten Sekunden des entscheidenden Kampfes wurden im Chor heruntergezählt. Es war der Schlusspunkt auf ein prickelndes Pforzheimer Ringer-Derby zwischen dem SV 98 Brötzingen und dem KSV Ispringen, dass es in dieser Form noch nie gegeben hat. „Wir haben zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte gegen Brötzingen gewonnen“, hielt ein überglücklicher KSV-Vorstand Werner Koch nach dem hart erkämpften 20:15-Sieg an der Wildbader Straße fest. Und einen Tag später setzten die Kämpfelbacher sogar noch einen drauf: Mit dem 24:16 vor eigenem Publikum gegen den KSV Östringen eroberten die Ispringer auch noch die Tabellenspitze (12:0 Punkte) in der Verbandsliga.

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Spannung pur

Vor allem aber das Lokalderby am Freitagabend war an Spannung kaum zu überbieten. Brötzingen hatte die favorisierten Ispringer mit einem geschickten Schachzug überrascht. Statt David Wagner in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm zu bringen, schickte SV-Trainer Eckhard Knodel den blutjungen Niklas Zeiher gegen seinen Großonkel Vasilij Zeiher auf die Matte. Im Duell mit dem ehemaligen Olympiateilnehmer hatte der „Benjamin“ zwar nicht den Hauch einer Chance. Dafür holte David Wagner mit einem fulminanten Schultersieg gegen Sebastian Salemi (66 Kilo Freistil) die vollen vier Punkte und warf damit die Pläne des Gegners über den Haufen.

In der mit rund 300 Zuschauern bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Halle dominierte der KSV wie erwartet in den höheren Gewichtsklassen. Weil die Gastgeber durch Ralf Quehenberger (55 Kilo) und Frank Zeiher (66 Kilo) jedoch Schultersiege nachlegten und auch Patrick Windelband gegen Jörg Latossek (84 Kilo) einen 3:0-Sieg einfuhr, fanden sich die Gäste, die nach den ersten fünf Kämpfen 10:8 geführt hatten, plötzlich mit 10:15 im Rückstand.

Die Sensation lag in der Luft. Doch Artur Kulak, Alexander Kuhn und Alexander Mix im finalen Gefecht gegen Jürgen Wagner (3:0/74 Kilo) drehten den Spieß noch um. „Das war eine Werbung für den Ringersport in Pforzheim“, waren sich Knodel und sein Trainerkollege Vasilij Zeiher einig.

Und für Zeiher und seine Ispringer ging es am Samstag gleich mit dem nächsten Matten-Krimi gegen Östringen weiter. Auch hier lag der KSV zuerst mit 9:14 zurück. Der knappe Punktsieg von Artur Kulak gegen den starken Erwin Mühlhauser (3:2) sowie die Schultersiege von Sebastian Salemi und Alexander Mix bescherten aber dennoch die Tabellenführung. Der SV Brötzingen hat sich mit einem 40:0-Heimsieg am Samstag über den KSV Kirrlach II dagegen im Mittelfeld (6:6) festgesetzt.

Autor: PZ-Mitarbeiter Peter Hepfer

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