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27.11.2010

KTV Straubenhardt verliert Turnfinale bei der DM in Berlin

BERLIN. Zur großen Überraschung hat es nicht erreicht. Aber die Erleichterung war spürbar. Die KTV Straubenhardt hat beim Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Berlin zwar mit 23:36 gegen den SC Cottbus verloren, dabei aber eine vor allem kämpferisch starke Leistung gezeigt.

Da bei den Straubenhardtern mit Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen zwei der besten Turner verletzt fehlten und mit Andre Schaich auch noch ein dritter Athlet ausfiel, waren die Schwarzwälder als klarer Außenseiter in die Bundeshauptstadt gereist. Im schlechtesten Falle hätte der KTV gegen einen in Bestbesetzung angetretenen Gegner sogar eine fette Schlappe gedroht. Die aber konnte mit großem Einsatz und weitgehend fehlerfreien Übungen vermieden werden.

Mit dem Sieg an den Ringen (3:1 Scorepunkte) und den beiden Unentschieden am Boden und Reck (jeweils 6:6) hat sich die KTV immerhin auch vier von zwölf möglichen Gerätepunkten geholt. Sprung (4:6) und Barren (3:6) gingen knapp an den Gegner aus Cottbus. Lediglich das Pauschenpferd, schon immer ein Zittergerät für die KTV, ging mit 1:11 klar verloren.

„Wir haben gekämpft und das Beste rausgeholt. Ich bin sehr zufrieden“, sagte ein erleichterter KTV-Coach Alexei Grigoriev über den Auftritt seiner Turner. Vor allem der frühere Mehrkampf-Europameister Maxim Dewiatkowski und Thomas Taranu überzeugten als Sechskämpfer. Taranu freute sich: „Es hat trotzdem Spaß gemacht. Die Stimmung war toll.“

Dewiatkowski überzeugte mit 13 Scorepunkten und war damit zweitbester Turner hinter dem Cottbuser Philipp Boy. Der frischgebackene Vizeweltmeister im Mehrkampf war mit 15 Scorepunkten der beste Turner des Abends, hatte aber auch Komplimente für den Gegner aus Straubenhardt: „Die haben toll gekämpft und fair gratuliert. Wenn zumindest Marcel Nguyen bei der KTV dabei gewesen wäre, wäre es sicher ein ganz offener Wettkampf geworden“, so Boy.