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21.09.2010

Karlsruher SC droht ein Millionen-Defizit

KARLSRUHE. Fußball-Zweitligist Karlsruher SC droht in der laufenden Saison ein Millionen-Defizit, die vergangene Spielzeit hat der Verein finanziell aber besser abgeschlossen als zuvor erwartet worden war. Nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden Peter Mayer fehlen den Badenern zurzeit mindestens 3,64 Millionen Euro, um einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren zu können.

In seinem Entwurf hat das Präsidium zwar nur eine Deckungslücke von 624 000 Euro angegeben. Doch laut Mayer sind in dieser Etatplanung schon Transfer- und Werbeerlöse von weit mehr als drei Millionen Euro eingerechnet, die der KSC noch gar nicht erzielt hat. „Daher hat es bisher noch keine Genehmigung des Haushalts gegeben“, erklärte Mayer am Montag Abend.

Der Karlsruher SC stellte diese Zahlen zunächst den Vertretern der Presse und dann später am Abend seinen Mitgliedern auf der mit großer Spannung erwarteten Jahreshauptversammlung vor. Zu dieser Versammlung lagen auch Anträge zur Abwahl des höchst umstrittenen und in die Kritik geratenen Präsidenten Paul Metzger vor.

Zur vergangenen Spielzeit sagte Peter Mayer: „Der tatsächliche Verlust liegt bei 517 665 Euro.“ Vor einem Jahr hatte der damalige Präsident Hubert Raase noch ein Minus von zwei Millionen Euro prognostiziert. Mayer betonte, dass dieses Ergebnis vor allem der Risikovorsorge Raases und weniger der Arbeit der neuen Vereinsführung zu verdanken sei. „Es waren Rückstellungen von 2,7 Millionen Euro da, die wir zur Bewältigung von Haushaltslücken einsetzen konnten“, sagte er. Für Peter Mayer steht ganz klar fest: „Wir haben eindeutig ein Einnahmeproblem.“ dpa