

PFORZHEIM. Völlig überraschen haben Timo Kulczak und Motshegetsi „Motsi“ Mabuse vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim das Ende ihrer Laufbahn auf dem Parkett bekannt gegeben. Als Trainer arbeiten sie jedoch weiter.
„Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten. Jetzt wollen wir etwas Neues in Angriff nehmen“, erklärte Motshegetsi Mabuse auf Nachfrage der Pforzheimer Zeitung. Künftig will sich das Latein-Paar gemeinsam in der Trainerbranche bewähren.
„In den vergangenen Jahren waren Timo Kulczak und Motshegetsi Mabuse das Aushängeschild des Schwarz-Weiß-Club Pforzheim. Mit ihren deutschen Meistertiteln, den Halbfinalteilnahmen bei WM und EM, sowie vielen internationalen Turniersiegen haben sie den Verein weltweit repräsentiert.
Bei der Galanacht in Aschaffenburg traten Kulczak/Mabuse jetzt mit einer gefühlvollen Kür auf. Timo Kulczak stammt aus Stockstadt, das nahe Aschaffenburg liegt. Ihre langjährigen Trainer Hans-Reinhard Galke, Ralf und Olga Müller, Graham Oswick, Brian Watson und Oliver Wessel-Therhorn hatten bei der Veranstaltung in Aschaffenburg in der ersten Reihe Platz genommen. Nachdem die deutschen Meister ihre Darbietung beendet hatten, gaben sie bekannt, dass sie vom aktiven Tanzsport Abschied nehmen.
Für viele war das eine faustdicke Überraschung. Vor den stehend applaudierenden Gästen bedankte sich Timo Kulczak mit rührenden Worten und einem Strauß roter Rosen bei seiner Frau für die zehn erfolgreichen Jahre. Zuletzt hatte man in Tanzsportkreisen eher vermutet, dass das Pforzheimer Paar in absehbarer Zeit zu den Profis wechseln würde.
Kennengelernt haben sich der Franke und die Südafrikanerin 1999 bei den British Open in Blackpool, wo sie zufällig im gleichen Hotel untergebracht waren.
Beim Goldstadtpokal in Pforzheim gab es 2000 ein Wiedersehen – der Rest ist Tanzsportgeschichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Timo Kulczak bereits dem Schwarz-Weiß-Club angeschlossen.
Dass das Paar nach einer so langen Karriere einvernehmlich entschieden habe, eine neue Lebensphase einzuläuten, kann Pforzheims Sportwartin Waltraud Bülling nachvollziehen: „Wir freuen uns aber sehr, dass beide uns weiterhin als Trainer zur Verfügung stehen und in ihrer Vorbildfunktion unseren Nachwuchs weiter voranbringen werden.“
Zukunftssorgen haben Pforzheims Tänzer nicht. So tanzte der frühere deutsche Jugendmeister und WM-Fünfte Pavel Zvychaynyy sein erstes Weltranglistenturnier mit seiner neuen Partnerin Sarah-Sophie Ritz. Im ungarischen Siofok gewannen Zvychaynyy/Ritz dabei schon bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt die Goldmedaille. Ebenfalls in Siofok konnten sich die Senioren Günter Nagel/Antje Nagel gut in Szene setzen. Sie erreichten beim Weltranglistenturnier der Senioren Standard den zweiten Platz.
Autor: PZ-Mitarbeiter CARSTEN PETSCH





