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12. Oktober 2011
Luftbilder 28.07.2011 -
Luftbilder 28.07.2011 -

Mehrheit im Sportausschuss für den Bau der großen Hilda-Sporthalle

Die Luft aus der Diskussion um die neue Hilda-Sporthalle ist offenbar raus. Nach dem Sporkreis Pforzheim Enzkreis hat sich gestern auch der Sportausschuss des Gemeinderates mit großer Mehrheit für das Großprojekt ausgesprochen.

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Mit dem Bau des nach Schätzungen von 2009 etwa 15 Millionen Euro teuren Gebäudes soll nach den Abiturklausuren im Frühjahr 2012 begonnen werden.

Der Sportausschuss stimmte gestern zwar nicht ab, weil im Gemeinderat der Beschluss zum Sporthallenbau bereits gefasst worden ist. Die Mitglieder debattierten aber noch einmal leidenschaftlich Für und Wider der großen Lösung auf dem Areal um Kiehnle-, Museums- und Luisenstraße in Pforzheims Innenstadt. Bedenken zu dem Großprojekt waren aufgekommen, weil in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit Zweifel am Sinn der Großsporthalle an dem geplanten Standort laut geworden waren.

Fraktionsgemeinschaft uneins

Wie im Gemeinderat ist auch im Sportausschuss eine breite Mehrheit von SPD, CDU und FDP für die große Lösung. Dagegen sind die Grünen. Gespalten ist die Fraktionsgemeinschaft. Die Freien Wähler sind gegen die große Halle, die Unabhängigen Bürger sind dafür. Für Letztere hielt Stadtrat Tobias Krammerbauer ein leidenschaftliches Plädoyer pro große Sporthalle: „Das Projekt ist alternativlos. Es ist die letzte Chance für Pforzheim, eine solche Halle zu bekommen.“ Platz für 2000 Zuschauer zu haben sei auch nicht übertrieben, so Krammerbauer, denn man müsse Visionen haben und auch eine Infrastruktur für einen möglichen sportlichen Aufstieg schaffen. Für die CDU erklärte Klaus Gutscher: „Wenn diese Halle jetzt nicht kommt, bekommen wir nie mehr eine Chance.“ Sein Fraktionskollege Jörg Augenstein meinte: „Schon das Stadttheater und das Kongresszentrum wurden meiner Ansicht nach zu klein konzipiert. Diesen Fehler dürfen wir nicht wieder machen. Wir brauchen diese Halle.“

Das sieht auch Monika Descharmes (FDP) so: „Wir brauchen eine große Sporthalle, weil wir das nicht haben.“ Joachim Rösch (SPD) freute sich, dass jetzt wohl alle Irritationen vom Tisch seien und sich auch der Sportkreis klar und deutlich pro große Halle ausgesprochen habe.

Für Uta Golderer von der Grünen Liste sind die Kosten für die Halle das gewichtigste Gegenargument: „Wir haben in Pforzheim kein Geld für so ein Projekt“, meint die Stadträtin und rät, auch die hohen Betriebskosten einer solchen Halle zu bedenken. Die Freien Wähler sind zwar für eine große Sporthalle, wie ihr Sprecher Michael Schwarz erklärte, aber gegen den Standort. „Wir befürchten ein Verkehrschaos bei größeren Veranstaltungen“, sagt Schwarz und glaubt, dass man in Pforzheim nur selten Platz für 2000 Zuschauer brauche.

Bürgermeisterin Monika Müller, die Vorsitzende des Sportausschusses, gab bekannt, dass die Stadt mit dem Sportkreis und den Vereinen ein Nutzungskonzept für die Hilda-Sporthalle erstellen werde. Müller gab auf Anfrage auch bekannt, dass alle Hallen in Pforzheim demnächst noch einmal hinsichtlich ihrer Zuschauerkapazität überprüft würden. Die Diskussion wurde durch das Handball-Oberligaderby TGS Pforzheim gegen SG Pforzheim/Eutingen ausgelöst. „Die Sicherheit ist uns hier sehr wichtig“, so Müller.

Autor: martin mildenberger

12.10.2011
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