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Foto: Symbolbild © dpa
20.03.2017

Offene Fragen nach Konflikt zwischen KSC- und Düsseldorf-Fans

Nach der Auseinandersetzung zwischen KSC- und Düsseldorf-Fans mehren sich die Fragen zum Tathergang: Wieso landete der Bus mit den Düsseldorfer Ultras im Bereich Willy-Brandt-Allee/Adenauerring, also westlich des Stadions, wo wie vor jedem Spiel etwa 200 Karlsruher Ultras liefen?

Polizeipressesprecher Martin Plate nimmt Stellung: „Wir kommunizieren den Vereinen regelmäßig die Anfahrtsmodalitäten.“ Diese sehen in der Regel so aus, dass die Busse die A5 an der Ausfahrt Karlsruhe Nord verlassen und von dort – aus östlicher Richtung – zum Gästeeingang begleitet werden. „Die Düsseldorfer Ultras kamen nach bisherigen Erkenntnissen aber linksrheinisch über die A65 und die Rheinbrücke“, sagt Plate – und somit von Westen, wo der Bus auf der Willy-Brandt-Allee von der Polizei aufgegriffen wurde. Dort war zu dem Zeitpunkt bereits der Karlsruher Fanmarsch zugange. Es sei unklar, „ob das ein Versehen war oder bewusst herbeigführt wurde“, so Plate.

Sicher sei dagegen, dass 80 Düsseldorfer den Bus verließen und die Konfrontation mit den Karlsruhern suchten. Dennoch durften sie danach ins Stadion. Plate erklärt: „Wir haben die vordringlichen Maßnahmen treffen müssen.“ Während die Düsseldorfer schnell wieder in den Bus zurückgedrängt gewesen seien, hätten die Karlsruher in der Folge Bus, Fans und Polizisten attackiert. 66 von ihnen wurden daher festgesetzt und mit KVV-Bussen zum Revier in der Moltkestraße gebracht – was einen großen Personalaufwand zur Folge hatte.

Um die Konsequenzen zu besprechen, haben Polizei und Verein bereits Gespräch anberaumt. In Betracht kommen etwa Stadionverbote. Zunächst müssen jedoch Beweise ausgewertet und alle Beteiligte gehört werden, betont Plate.