„Hier sind jetzt alle verrückt.“ PZ-Sportredakteur Martin Mildenberger ist selbst ganz aus dem Häuschen, die Stimmung im „Finale dahoam“ reißt auch ihn mit. Gerade noch hat er in einem Zwischenstand-SMS an PZ-news geschrieben, dass „die Kollegen auf der Pressetribüne ein Elfmeterschießen“ tippen, dann köpft Thomas Müller zum 1:0 für FC Bayern München ein. Wahnsinn. Das Stadion bebt. Und dann wird Didier Drogba zum Spielverderber.
{element}Eine gefühlte halbe Ewigkeit lang rennen die Bayern an. Vergeblich. Mario Gomez verstolpert seine Chancen, Thomas Müller schießt in den Münchner Himmel, Franck Ribéry kann sich nicht so richtig gefährlich in Szene setzen. Dann in der 83. Minute kommt der beste Moment von Thomas Müller. Sein Kopfball findet irgendwie den Weg am Chelsea-Torhüter vorbei. 1:0 für Bayern München. Endlich.
{element}Doch nur fünf Minuten später zeigt Didier Drogba, warum man ihn 90 Minuten lang an die Kette legen muss. Die erste Ecke des Spiels für Chelsea. Drogba köpft souverän das 1:1 und hält Chelsea im Spiel. Verlängerung.
{element}„Die sind hier alle überrascht. Total unverdient“, schreit Mildenberger ins Handy. Viel mehr kommt nicht durch. Im Hintergrund hört man Fangesänge. Noch eimmal 30 Minuten. Überstunden für Mildenberger, aber er möchte keine Minute davon missen. "Wir glauben alle an die Bayern. Die machen das", lautet das letzte SMS vor dem Wiederanpfiff.
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