

PFORZHEIM. Eine Woche vor Saisonende ist der Titelkampf in der Ringer-Verbandsliga so spannend wie nie. Schuld daran ist in erster Linie der SV 98 Brötzingen, der zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit den Spitzenreiter bezwang.
Durch das überraschende 22:20 beim ASV Daxlanden haben die Brötzinger als Tabellendritter nun plötzlich selber Aufstiegschancen. Denn so wie es im Moment aussieht, rücken zwei Mannschaften von der Verbands- in die Oberliga auf. Dort möchte auch der KSV Ispringen hin, der nach dem 28:11-Pflichtsieg beim RSC Mannheim-Schönau weiter auf die Meisterschaft hoffen darf.
Entschieden wird das Rennen zwischen Daxlanden (30:4 Punkte), Ispringen (28:6) und Brötzingen (26:8) nun definitiv am letzten Kampftag, wo der Tabellenführer zum Gipfeltreffen in Ispringen antreten muss. Dabei hilft dem KSV allerdings nur ein Heimsieg gegen Daxlanden weiter. Ansonsten hätten die Brötzinger wegen des besseren direkten Vergleichs alle Chancen, um am Stadtrivalen vorbeizuziehen. „Wir haben es selber in der Hand und werden alles geben“, verspricht der Ispringer Co-Trainer Jörg Latossek ein spannendes Finale.
Aber auch beim SV Brötzingen strotzt man geradezu vor Selbstvertrauen: „Wir sind im Moment das beste Team der Liga“, hält SV-Trainer Eckhard Knodel fest. Ein kleines Meisterstück lieferten seine Ringer jedenfalls am Samstagabend in Daxlanden ab. Die entscheidenden Punkte gegen den Tabellenführer holten die Brötzinger in den schwereren Gewichtsklassen. So bezwang 96-Kilo-Mann Eduard Reich II den starken Florian Enderle mit technischer Überlegenheit und holte damit eine Viererwertung.
Aber auch Albinus Kiefer (74 Kilo/3:2-Punktsieg über Paul Sobotta) und Patrick Windelband (84 Kilo/3:2 gegen Renato Giuditta) sorgten für wichtige Zähler. Zuvor hatten schon Ralf Quehenberger (55 Kilo), David Wagner (60 Kilo) und Jürgen Wagner (66 Kilo) ihre Aufgaben souverän per Schultersieg gelöst.
Neues Selbstvertrauen für den Endspurt hat auch der KSV Ispringen getankt. Beim 28:11 gegen ersatzgeschwächte Mannheimer wurde das Team um Trainer Vasilij Zeiher nie richtig gefordert. Nach klaren Siegen von Selef Salemi (55 Kilo), Bijan Faghani (60 Kilo), Vasilij Zeiher (66 Kilo), Nikolai Mix (66 Kilo) und Alexander Mix (74 Kilo) war die Begegnung in Mannheim schon früh entschieden.
Waldemar Reiswich (96 Kilo/3:2-Punktsieg gegen Kastriot Krasnici) und Sefer Esen (120 Kilo/3:0 gegen Benjamin Pillukeit) legten nach. Die Niederlagen von Alexander Kuhn (74 Kilo/2:3 gegen Przemyslaw Motyl), Jörg Latossek (84 Kilo/0:3 gegen Suat Akman) und Artur Kulak (84 Kilo/0:3 gegen René Vogt) fielen kaum ins Gewicht.





