

PFORZHEIM. Der KSV Ispringen ist seiner Rolle als Titelanwärter in der Ringer-Verbandsliga für das Erste gerecht geworden. Die Mannschaft gewann ihr Auftaktgefecht beim KSV Schriesheim II souverän mit 28:11. „Ich bin zufrieden mit meinem Team, auch wenn es hier und da noch Unsicherheiten gegeben hat“, sagte KSV-Coach Vasilij Zeiher. „Der erste Kampf ist nie leicht, weil sich jeder an die Wettbewerbssituation gewöhnen muss.“
Und das lief längst nicht bei jedem KSV-Ringer reibungslos. Ispringens Neuzugang Michael Naam (60 Kilogramm/griechisch-römisch) musste nach zweijähriger Wettkampfpause trotz einer 2:0-Rundenführung gegen Marc Hartmann noch eine Schulterniederlage hinnehmen. Auch Artur Kulak (84 Kilo/Freistil) wurde vom starken Ralph Schmidt kalt erwischt und landete auf dem Rücken. Dafür war sein Team durch Schulter-Siege von Selef Salemi (55 Kilo/Freistil) und Sefer Esen (Schwergewicht) früh mit 8:0 in Führung gegangen. Als Waldemar Reiswich knapp in drei Runden unterlag, kam die Reserve der Gastgeber zwar gefährlich auf 8:7 heran. Stephan Hornung (84 Kilo/griechisch-römisch), Vasilij Zeiher (66 Kilo/Freistil), Alexander Mix (74 Kilo/griechisch-römisch) und Neuzugang Alexander Kuhn (74 Kilo/Freistil) machten mit Viererwertungen aber vorzeitig alles klar. Daran konnte auch der 4:0-Sieg des Schriesheimers Marcus Sauer über Nikolai Mix nichts mehr ändern.
Frust herrschte dagegen bei Liga-Rivale SV 98 Brötzingen, der beim ASV Eppelheim den Kürzeren zog (18:21). „Ich habe von meinem Team noch nie so eine schlechte Leistung gesehen“, sagte SVB-Übungsleiter Eckhard Knodel. „Es war zu viel Krampf und Nervosität im Spiel.“ Bis zum letzten Gefecht konnten die Brötzinger das Duell in Heidelberg allerdings offen gestalten. Pech, dass ausgerechnet SVB-Routinier Frank Zeiher (50) die entscheidende Pleite gegen Marc Rühle bezog. Zuvor hatten allerdings schon Eduard Reich I (84 Kilo/Freistil), Naschwan Ibrahim Sulaiman (96 Kilo/Freistil) und der Nachwuchsmann Damian Wrobel 0:4-Pleiten kassiert. Hinzu kam, dass sich Patrick Windelband (84 Kilo/griechisch-römisch) schultern ließ. Das 3:2 von Eduard Reich II (120 Kilo/griechisch-römisch), das 3:0 von David Wagner (60 Kilo/griechisch-römisch) und die Viererwertungen von Ralf Quehenberger (55 Kilo/ohne Gegner), Albinus Kiefer (74 Kilo/Freistil) und Jürgen Wagner (74 Kilo/griechisch-römisch) waren zu wenig.
Autor: Peter Hepfer





