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Hoch hinaus will der TVP mit Sam Fattal.   J. Keller, PZ-Archiv
Hoch hinaus will der TVP mit Sam Fattal. J. Keller, PZ-Archiv
20.04.2017

Rugby-Bundesliga: TV Pforzheim sucht gegen SC Frankfurt den Weg zurück in die Erfolgsspur

Pforzheim. Ein bisschen sauer ist John Willis, der Coach des deutschen Rugbymeisters TV Pforzheim, immer noch. Ungeschlagen sowie als Top-Favorit und frisch gekürter DRV-Pokalsieger ist er mit seinen „Rhinos“ vor zwei Wochen zur RG Heidelberg gefahren, um dann eine überraschende 24:38-Niederlage einzustecken. „Dieses Spiel muss ein Weckruf für uns gewesen sein“, sagt Willis. Noch einmal will er so ein überhebliches Auftreten nicht erleben – und schon gar nicht im ersten Heimspiel der Bundesliga-Rückrunde gegen SC Frankfurt 1880 am Samstag, 22. April, 15 Uhr, im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen.

„Wir sind mit der Gewissheit ins Spiel gegangen, das Match schon gewonnen zu haben, und spielten dann auch entsprechend – und das war armselig“, erinnert sich Willis an eine Begegnung, die vom Tabellenstand her ein Topspiel hätte sein müssen. Top war aber nur der Gegner. „Wir sind früh unter Druck geraten und trafen dann die falschen Entscheidungen. Das wird hoffentlich eine lehrreiche Erfahrung für unser Auftreten beim Heimspiel sein“, sieht der TVP-Coach einen positiven Aspekt.

Auf jeden Fall muss er seine „Rhinos“ besonders motivieren, denn der Bundesliga-Vierte Frankfurter wurde in dieser Saison schon zweimal vom Spitzenreiter TVP geschlagen. Mit großer Mühe im Hinspiel mit 35:17 und deutlich im deutschen Pokalfinale mit 50:18. Der im SüdwestEnergie-Stadion eher entspannt erzwungene Pokalsieg liegt nur drei Wochen zurück. Willis warnt davor, das Rückspiel am morgigen Samstag auf die leichte Schulter zu nehmen. Im SC-Team könnten wieder Topspieler mitmischen, die beim Pokalfinale noch fehlten, und dann wären die Frankfurter keine leichte Beute mehr.

Der Pforzheimer Nationalspieler Carlos Soteras-Merz ist vom aus deutscher Sicht spektakulär verlaufenen 7er-Rugbyturnier in Hongkong (Platz zwei hinter Spanien) wieder zurück, dürfte aber vielleicht noch geschont werden. Der sambische Nationalspieler Tafadzwa Chitokwindo, der im Pokalfinale gegen Frankfurt kurz vor Schluss einen Bruch des Sprunggelenks erleiden musste, könnte eventuell erst wieder im Finale der deutschen Rugby-Meisterschaft antreten. Der Rest der „Rhinos“ ist fit und heiß darauf, wieder spielen zu können. uh