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Spektakulär: Philip Schückle legte sich für die SG voll ins Zeug, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ripberger
Spektakulär: Philip Schückle legte sich für die SG voll ins Zeug, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Ripberger
16.10.2016

SG Pforzheim/Eutingen steht in der 3. Liga erneut mit leeren Händen da

Da war mehr drin für den Handball-Drittligisten SG Pforzheim/Eutingen als die 23:27-Heimniederlage gegen den TuS Fürstenfeldbruck, der sich in der Bertha-Benz-Halle nicht als die erwartet souveräne Spitzenmannschaft präsentierte. Der Knackpunkt des Spiels war in der 37. Minute ein vergebener Siebenmeter von Max Lupus am starken Gästekeeper Luderschmid.

Statt erstmals mit vier Treffern wegzuziehen, brachten sich die „Brucker“ trotz zwei Minuten Unterzahl mit den nächsten zwei Toren wieder auf Schlagdistanz. Lupus korrigierte seinen Fehlschuss mit dem 16:14, doch als daraufhin Goran Gorenac für zwei Minuten runter musste, spielten die Bayern die fällige Überzahl konsequenter und waren mit den Toren von Stumpf und Hoffmann urplötzlich wieder dran.

„Danach zeigte sich, dass Nikolai (Gerstner) und Sandro (Münch) nach ihren langen Verletzungspausen noch die Kraft fehlte“, resümierte ein enttäuschter SG-Coach Alexander Lipps, der seine Mannen zum zweiten Mal binnen Wochenfrist „um die Früchte von 45 Minuten ordentlicher Leistung“ gebracht sah.

Ab diesem Zeitpunkt fehlte den Pforzheimern die ordnende Hand des Spielmachers und vor allem auch ein Serienschütze, wie Manuel Mönch, der die Geburt seines zweiten Kindes im Kreißsaal begleitet hatte und übernächtigt passen musste. Weil auch Julian Broschwitz erkrankt ausfiel, wurde es nichts beim Comeback von Sandro Münch erstmals die Wunschmannschaft auf das Parkett zu stellen.

Wie die Woche zuvor gegen Balingen bissen sich die Gastgeber auch diesmal gegen die offensiv agierende Abwehr der „Brucker“ am Anfang die Zähne aus. Weil vor allem von der rechten Außenbahn gleich viermal „Fahrkarten“ abgeliefert worden waren, reichte es bis zur Minute zwölf nur zu einem Treffer Seganfreddos vom Siebenmeterstrich. Danach waren die SGler auf Betriebstemperatur. Dass Kampfkraft und mannschaftliche Geschlossenheit stimmte, unterstreichen auch sieben Pforzheimer Schützen (einschließlich Keeper Matijevic, der die Bayern bei einem Torwarttausch „auslobbte“), für die ersten acht Tore. In der Folge war es dann vor allem ein engagierter Philip Schückle, der für den 12:10-Pausenvorsprung zeichnete.

Dass noch nichts entschieden war, signalisierte der Gast schon mit verfrühter Präsenz zum zweiten Abschnitt, in dem spielte Fürstenfeldbruck dann auch viermal erfolgreich die erwarteten Tempogegenstöße aus.

Für Alexander Lipps bleibt bis zum Derby mit der TGS am kommenden Samstag eine Woche Aufbauarbeit. Wieder mit Mönch und Broschwitz kündigte er einen harten Kampf an. „Dass wir zum Maximum noch eine Schippe drauflegen müssen“ ist ihm klar.