


PFORZHEIM. Volksfeststimmung und Teilnehmerrekord: Der SWP-CityLauf 2010 war eine gelungene Sache. Sportlich gab es keine Überraschung, denn die Läuferinnen und Läufer aus Kenia dominierten wie in den Vorjahren.
Die Ehre der Lokalmatadoren hielt gestern Abend ein Duo vom TV Neulingen hoch. Bei den Männern lief Stephan Hohl auf Rang drei, bei den Frauen schaffte Katrin Mannsdörfer ebenfalls als Dritten den Sprung aufs Podest. Vor allem in der Fußgängerzone sorgten die vielen Zuschauer und eine Trommlergruppe mit brasilianischen Rhythmen für großartige Stimmung. Die Rückkehr nach einjährigem Gastspiel im Enzauenpark kam bei allen gut an.
Der Läufer mit der Nummer eins war als Erster im Ziel. Paul Kipkorir überquerte nach 30:28 Minuten die Ziellinie und hatte eine halbe Minute Vorsprung auf seinen Landsmann Benjamin Kemboi. Stephan Hohl hatte lange mitgehalten, lag zwischenzeitlich mit etwas Vorsprung auf Kemboi sogar auf Rang zwei, musste am Ende aber dem afrikanischen Duo den Vortritt lassen.
Der Grund, warum dem Huchenfelder, der seit einiger Zeit für den TV Neulingen läuft, am Ende die Luft ausging, war allerdings offensichtlich. Auf seiner rechten Seite waren einige Abschürfungen zu bewundern. Hohl war Anfang der Woche schwer mit dem Rad gestürzt. „Läufer sollen halt nicht Fahrrad fahren“, nahm er sein Missgeschick mit Humor. Freizügig war er auch: Seinen Siegerscheck über 100 Euro spendete der für die Aktion „Hand in Hand“ der Pforzheimer Zeitung.
Dass Hohl zunächst ganz gut mithalten konnte, lag auch daran, dass die beiden Kenianer die erste Runde eher im Bummeltempo bestritten. Später wurde es dann schneller und Hohl ging die Luft aus, weil ihm sein Fahrradsturz auch eine Rippenprellung eingetragen hat. „Ich habe gesagt, ich gehe mit, so lange es geht“, schilderte der Neulinger Läufer seine Taktik. Am Ende fand er seine Zeit „nicht berauschend“, aber angesichts der Umstände doch ganz in Ordnung. „Ganz in Ordnung“ fand auch Sieger Kipkorir seine Zeit, auch wenn er durchaus in der Lage sei, die zehn Kilometer in 29 Minuten zu laufen.
Richtig happy war Katrin Mannsdörfer mit ihrem Rennen. Nach 39:28 Minuten war sie im Ziel, hatte damit aber fast vier Minuten Rückstand auf das Siegerduo Veronica Cheboi (35:32) und Priscilla Cheboi (35:34). Doch die für den TV Neulingen startende Läuferin war mit ihrem Resultat sehr zufrieden. „Das ist eine gute Zeit, eigentlich laufe ich auf der Mittelstrecke“, so Katrin Mannsdörfer, die voll des Lobes über die gute Atmosphäre vor allem in der Fußgängerzone war: „Das spornt richtig an, schneller zu laufen.“
In die Top Ten schafften es auch Markus Nippa (Hochschule Pforzheim), Daniel Wilser (TV Neulingen), Simon Brodbeck, Simon Schimmelpfenning (beide LC 80 Pforzheim), Tim Stanzel (Weber Ingenieure) Udo Purmann (LTG Kämpfelbach), Nora Kusterer (Kinderklinik Schömberg) Susanne Heuer (Pforzheim), Tina Rössner (TG Stein) und Cornelia Wacker (Goldstadt Laufteam).
Fast alle waren von der Rückkehr des Laufes in die Innenstadt begeistert. „Es war die richtige Entscheidung“, sah sich Oberbürgermeister Gert Hager, der zusammen mit Wolf-Kersten Meyer vom Hauptsponsor Stadtwerke Pforzheim (SWP) die Siegerehrung vornahm, im entschlossenen Vorgehen bestärkt, das er mit einem Machtwort maßgeblich beeinflusst hatte.
Der Pforzheimer Volker Heim, vielen in der Region noch als Fußballer (VfR Pforzheim, FC Nöttingen) bekannt und Dauergast beim CityLauf, sah es genauso: „Im Enzauenpark war es schwierig, auf dem Rollsplit zu laufen. Hier in der Stadt ist alles großzügiger und die Atmosphäre ist viel besser.“ Einige Läufer ließen sich von der Stimmung so mitreißen, dass sie ihre Kräfte überschätzten und vom DRK versorgt werden mussten.
Freuen darf die Wirtschaft und Stadtmarketing (WSP) Pforzheim als Veranstalter über einen neuen Teilnehmerrekord. 2169 Läuferinnen und Läufer wurden gezählt – rund 60 mehr als vor einem Jahr.
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Autor: pz-redakteur udo Koller






Leserkommentare (7)
Mehr Kommentarewarum sponsert eine SWP von unseren Gebühren und Abgaben einen Citylauf, bei dem Kenianer die Preisgelder abräumen. Will Wolf-Karsten Meyer seinen Strom jetzt in Afrika verkaufen? mehr...
Meine Güte, es geht um ein symbolisches Preis von 100-150€. Horrende Summen, die die da "abräumen", ehrlich. :rolleyes: Gewonnen hat sie der Beste bzw. die Besten, wie im Sport meistens. Und der oder die kamen halt aus Kenia. Wir alle, die mitgelaufen sind, haben unsere Startgebühren bezahlt und daraus wird das Preisgeld eben bezahlt. Jeder Läufer hat da mit vielleicht 10 Cent beigetragen. Wenn's Ihnen nicht passt, dass da Kenianer gewonnen haben: Trainieren Sie doch einfach fleißig und ...... mehr...
[QUOTE=Markus;48105]Wenn's Ihnen nicht passt, dass da Kenianer gewonnen haben: Trainieren Sie doch einfach fleißig und gewinnen Sie dort nächstes Jahr. :D[/QUOTE] versuchen sie mir rassismus zu unterstellen? wer gewinnt ist mir total egal. ich verstehe nur nicht, dass eine SWP aus zwangsgebühren eine "internationale" veranstaltung sponsert. Hr. Karsten Mayer soll endlich abtreten!!! mehr...