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12.10.2011

Simon Gegenheimer büßt einen Platz ein

PFORZHEIM Die beiden Mountainbiker vom Ultra Sports Rose Racingteam Simon Gegenheimer und Steffen Thum überzeugten auch beim UCI Marathon-Weltcup im französischen Ornans und verteidigten ihre guten Gesamtplatzierungen.

Auf der WM-Strecke für 2012 ging es für die beiden Mountainbike-Profis nochmal richtig zur Sache. Mit Platz drei (Thum) und vier (Gegenheimer) im UCI-Gesamtranking galt es nicht nur die soliden Vorleistungen zu bestätigen, sondern gleichzeitig den WM-Parcours auf Herz und Nieren zu testen. Stolze 84 Kilometer führte die Strecke über zahlreiche Berge mit jeweils 200 bis 400 Höhenmetern und glich aufgrund der steilen Anstiege eher einem langen Cross-Country-Rennen als einem Marathonkurs. Sicher nicht zuletzt auch einer der Gründe, warum zahlreiche Cross Country-Spezialisten den Weg an die Startlinie des Marathons wagten. Von Platz drei aus startend rollte RACINGTEAM-Fahrer Steffen Thum gleich vorne mit. Teamkollege Simon Gegenheimer hielt sich hingegen etwas zurück, da die Beine nach einer harten Trainingswoche noch nicht wieder 100% frisch waren. Alles schien nach Plan zu laufen bis zum ersten Downhill, wo unglücklicherweise ein Speichenriss Steffen Thum wertvolle Zeit kostete. Nach dem Rennen schilderte er die Situation wie folgt: „Ich wusste es ist noch nicht alles verloren, bin vom Rad gesprungen und hab die komplette Speiche aus der Carbonfelge rausgerissen, sodass sich nichts mehr im Schaltwerk verheddern konnte.“ Wieder zurück im Rennen stand Steffen Thum nun auf Platz 45. Schnell aber arbeitete er sich nach vorne und konnte kurz darauf zu RACINGTEAM-Fahrer Simon Gegenheimer aufschließen, der ihn während des Defektes überholt hatte. Einige Kilometer fuhren Simon und Steffen um Platz 30 nun zusammen, aber es wurde klar, dass Thum noch Saft in den Beinen hatte und weiter nach vorne fahren konnte. „Ich merkte, Steffen ist heute ganz klar schneller als ich. Wenn ich da auf Teufel komm raus sein Hinterrad gehalten hätte, wäre ich spätestens nach 20 Kilometern komplett explodiert“, so Gegenheimer im Ziel. 15 Kilometer vor der Ziellinie entdeckte Thum die vor ihm fahrende Gruppe. Er trat nochmal richtig in die Pedale und mobilisierte die allerletzten Reserven.Am Ende landete Steffen Thum auf Platz zwölf und konnte somit seinen dritten Platz im Gesamtranking erfolgreich verteidigen. Simon Gegenheimer kam auf Rang 26 ins Ziel und verlor nur einen Platz in der Gesamtwertung. Er steht nun auf Platz fünf. Jetzt geht es zum letzten World-Series-Rennen des Jahres nach Fréjus an der Côte d’Azur, wo Simon und Steffen zeigen müssen, dass sie auch nach nur vier Tagen Regeneration wieder vorne mitfahren können.pmv