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Karlsruher SC

Mirko Slomka will mit dem Karlsruher SC die Klasse halten.
Mirko Slomka will mit dem Karlsruher SC die Klasse halten. © dpa
15.02.2017

Slomka glaubt an KSC-Klassenerhalt: "Kann sich schnell viel ändern"

Karlsruhe (dpa/lsw) - Nach dem Tiefschlag gegen 1860 München sieht Trainer Mirko Slomka beim abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC keinen Grund für Panik. «Ich finde es übertrieben, so über solche Drucksituationen zu reden.

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Wir spielen Fußball und wir wissen, es kann sich schnell tabellarisch viel verändern», sagte Slomka am Mittwoch. «Zwei Siege würden uns mal ganz schnell woanders hinbringen».

Der KSC hatte am Samstag bei den «Löwen» durch ein Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit mit 1:2 verloren und steht weiter auf dem 15. Tabellenplatz. Für Slomka war es die erste Niederlage im dritten Spiel auf der KSC-Bank. Sein Team sei aber mental stark und leide nicht unter der aktuellen Lage, auch wenn nun mehr Einzelgespräche gefordert seien, erklärte Slomka. «Denn dieser Druck wird sich bis zum Saisonende nicht mehr ändern. Aber die Mannschaft weiß das. Die ärgern sich viel mehr darüber, dass so etwas wie in München passiert ist, als dass sie Angst haben vor Fehlern oder Druck.»

Die Aufbruchstimmung in Karlsruhe unter Slomka hat jedoch den ersten Dämpfer erhalten und die drei Clubs in der Abstiegszone liegen jeweils nur einen Punkt hinter dem früheren Bundesligisten. Außerdem hat es das Programm in den kommenden Wochen in sich: Nach dem Heimspiel an diesem Sonntag gegen Aufstiegskandidat Union Berlin, in dem bei einer weiteren Pleite der Sturz in die Abstiegszone droht, folgt das Kellerduell beim wiedererstarkten FC St. Pauli. Danach kommt der Tabellenzweite Hannover 96 ins Wildparkstadion.

So geht die akribische Fehlersuche nach der München-Pleite wie schon unter Slomkas Vorgängern Tomas Oral und Lukas Kwasniok weiter. «Wir haben von den 17 Flanken nur eine an unseren Mitspieler gebracht. Beide Stürmer haben keinen einzigen Torschuss abgegeben und wir haben leider oftmals die falsche Entscheidung getroffen», sagte der frühere Coach von Schalke 04, Hannover und des Hamburger SV.

An einem jedoch mangele es seiner Elf nicht, glaubt der 49-Jährige, der seine Arbeit beim KSC zum Jahresbeginn aufgenommen hatte: spielerische Klasse. «Wir müssen die richtige Entscheidung treffen. Dazu gehört es, dass man den Kopf hochnimmt», sagte er. «Dazu gehört es auch, dass ich im Zentrum die richtige Position einnehme. Und das ist eine Frage des Trainierens von Abläufen.» Daher setzt Slomka nun auf noch mehr Training und zusätzliche Testspiele.