

Der Pforzheimer Landesligist SV Kickers Pforzheim holt Inaki Bea vom FC Wacker Innsbruck. Der Abwehrspieler war früher für Valladolid in Spaniens erster Liga aktiv.
Der SV Kickers Pforzheim hat Großes vor: Das ist spätestens seit dem neuesten Transfer des Fußball-Landesligisten klar. Die Kickers haben mit Inaki Bea (33) einen echten Hochkaräter verpflichtet. Der spanische Abwehrspieler kommt vom österreichischen Erstligisten Wacker Innsbruck und spielte bis vor drei Jahren mit Real Valladolid in Spaniens erster Liga gegen die Stars von Real Madrid und FC Barcelona.
Kurios: Die ersten Hinweise auf österreichischen Internetplattformen, die Beas Wechsel nach Pforzheim vermeldeten, gingen fälschlich von einem Transfer zum 1. CfR Pforzheim aus. Auf „transfermarkt.de“, wo Beas Marktwert auf 400000 Euro taxiert wird, war der CfR sogar schon als neuer Verein für ihn eingetragen.
Doch beim Verbandsligisten gab es auf die PZ-Anfrage nur Achselzucken und Kopfschütteln: „Einen Spieler dieses Kalibers können wir uns nicht leisten“, so der Vorstandsvorsitzende Markus Geiser und Fritz Kempf vom Spielausschuss einmütig.
Auch beim SV Kickers wollte man sich eigentlich noch bedeckt halten und den Spieler erst Anfang Juli der Öffentlichkeit präsentieren. Doch auf PZ-Anfrage bestätigen Giovanni Salamone und Massimo Caruso von der Sportlichen Leitung den Coup: „Ja, Inaki Bea kommt zu uns.“ Der 1,84 Meter große Innenverteidiger soll den Pforzheimern helfen, das Ziel Verbandsliga zu erreichen. „Die Vorgabe ist der Aufstieg“, räumt Caruso unumwunden ein. Das lässt sich auch an den anderen, meist hochkarätigen Neuzugängen ablesen. „Und eine große Überraschung kommt noch“, heizt Caruso das Interesse weiter an, ohne Namen zu nennen. Wie aber kommt ein Pforzheimer Landesligist an einen Spanier, der in Österreich spielt. Ganz einfach: Über dessen Beraterfirma. Dort arbeitet unter anderem der Ex-Bundesliga-Profi Martin Wagner, der zu den „diversen Kontakten“ gehört, die Salamone und Caruso bei den Kickers pflegen.
Inaki Bea hat sich bereits in Österreich zu seinem Wechsel nach Pforzheim geäußert: „Bei der ersten Anfrage wollte ich eigentlich gar nicht, aber als ich dort war und mit dem Vorstand ein Gespräch führte, musste ich meine Meinung schnell revidieren“, erklärte der Spanier dem Internetportal der österreichischen Kronenzeitung. In Pforzheim solle er helfen, den Aufstieg zu erreichen und im Nachwuchsbereich mitarbeiten. Der Spanier soll beim SVKickers auch ein Zugpferd für die Jugend sein, die künftig Dietmar Dierlamm betreut.
Doch schon vor der Verpflichtung von Bea hatte der SV Kickers eine beeindruckende Liste von Neuzugängen, mit denen der neue Trainer Rudi Herzog das Unternehmen Aufstieg in Angriff nehmen soll. Vom Oberligisten FC Nöttingen kommen Ignazio Scozzari und Marco Heidecker, vom Verbandsliga-Meister TSV Grunbach Benjamin Krause, Pascal Bühler und Tobias Wacker, vom Verbandsligisten 1. CfR Pforzheim Lukas Buck, Thomas Rapp und Gökhan Kaya, vom Landesligameister TSV Reichenbach Torhüter Francesco Porcu und vom Landesliga-Rivalen Spfr. Feldrennach Raphael Rommel und Domenico Falzone. Neu sind zudem Amir Ujkani (GU-Türk. SV Pforzheim) und Francesco di Sazio (FSV Buckenberg). Zudem bleiben auch noch einige Stammspieler wie Cem Tatar, Jurij Bock, Ogusan Celebi und Julian Sprengel bei den Kickers.
Autor: Udo Koller










Leserkommentare (35)
Mehr KommentareAbwarten ob das gut geht ??? mehr...
In der Landesliga müsste das ja fast gutgehen, angesichts dieser Neuzugänge. Es soll ja noch ein "Hochkaräter" kommen. Wohl dem, der solche Spieler verpflichten kann............da wird ein Aufstieg schon fast Pflicht. mehr...
Allein der Kauf von Spielern macht aber noch lange keine gute Mannschaft.......... Wenn ich so die genannten Personen im Hintergrund sehe (und noch einige weitere Nicht-Germania - Vertreter dazu), die wohl voll das Ruder übernommen haben, werde ich sehr skeptisch. Was wurde (von einigen davon) nicht alles schon prahlerisch verkündet, nicht nur zum Thema "Kickers"............ Also: Wenn ich "altes Germania" - Mitglied wäre, würde ich die nächsten Hauptversammlungen des Vereins mit Argusaugen ...... mehr...