nach oben
Großer Ehrungsabend: Sportkreisvorsitzende Gudrun Augenstein (2. von rechts) und Sportabzeichenobmann Bruno Augenstein (4. von rechts) zeichneten zahlreiche Sportabzeichen-Rekordhalter aus. Foto: Privat
Großer Ehrungsabend: Sportkreisvorsitzende Gudrun Augenstein (2. von rechts) und Sportabzeichenobmann Bruno Augenstein (4. von rechts) zeichneten zahlreiche Sportabzeichen-Rekordhalter aus. Foto: Privat
18.10.2016

Sportkreis Pforzheim-Enz ehrt besondere Sportabzeichenabsolventen

Pforzheim. Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination haben sie alle bewiesen: die 2267 Sportlerinnen und Sportler, die im vergangenen Jahr im Sportkreis Pforzheim-Enz das Sportabzeichen abgelegt haben. Denn aus jedem dieser vier Bereiche haben sie eine altersgerechte Übung ausgewählt und zusätzlich ihre Schwimmfähigkeit nachgewiesen und damit ihre Allround-Fitness unter Beweis gestellt. Doch für den Sportkreis gibt es weitere Kriterien, die ihn veranlassen, „besondere“ Absolventen zum jährlichen Ehrungsabend einzuladen. So konnte die Sportkreisvorsitzende Gudrun Augenstein für die unglaubliche Anzahl von 60 errungenen Abzeichen in Gold Friedrich-Wilhelm Wehmeyer aus Pforzheim mit der Ehrengabe des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auszeichnen.

„Er ist beste Beweis dafür, dass Alter nicht vor Fitness schützt“, scherzte Augenstein. Doch der 1934 geborene Sportler ist längst nicht der einzige über 80 Jahre alte Absolvent, der seine Kondition unter Beweis stellte: Mit ihm waren weitere Vertreter der „Generation Ü80“ angetreten. Unter ihnen Eva Pommer-Bills aus Niefern-Öschelbronn, die mit ihren 80 Jahren erstmals das Sportabzeichen ablegte und deren Anstrengungen mit dem Abzeichen in Silber belohnt wurden. Lediglich vier Jahre „jünger“ war der älteste Erstabsolvent, Karl Girrbach aus Eutingen, der sogar aus dem Stand Gold holte. Ältester Teilnehmer war mit 86 Jahren Heinz Soldtwedel von der TG Stein, dicht gefolgt von seiner Vereinskameradin Gerlinde Schlachter, die mit ihren 85 Jahren zum 35. Mal die Prüfung absolvierte und dafür die DOSB Ehrengabe erhielt.

Außerdem mit der DOSB Ehrengabe ausgezeichnet wurden Wolfgang Berger (40 Mal Gold), Manfred Karpstein (35 Mal Gold), Wilfried Held (30 Mal Silber), Rolf Huttenloch, Jörg Olschewski und Adolf Pickel (je 30 Mal Gold) und Karl Kehle und Horst Pfeffinger (beide 25 Mal Gold).Dass man jedoch nicht erst so alt werden muss, um das Sportabzeichen zu absolvieren, zeigten die jüngsten Teilnehmer. Die beiden Mädchen Lisa Burger und Jana Flinsbach, beide Jahrgang 2009 und aus Remchingen, holten mit ihren Leistungen jeweils die Anstecknadel in Bronze.

Auf in Summe exakt 100 Sportabzeichen brachte es in der Familienwertung der Niefern-Öschelbronner Heinz Dauner mit seinen beiden Söhnen Axel und Ralf. Und ganze drei Generationen sind in der Familie Felkl-Hittler-Seifried aktiv, in der insgesamt sieben Familienmitglieder die Fitnessprüfung ablegten. Absoluter Champion ist dabei Oma Ellen Felkl mit 37 Teilnahmen.

„All diese Sportler können wir natürlich nur ehren, weil wir auch sehr fleißige Sportabzeichenprüfer haben“, stellte Sportkreischefin Augenstein heraus und ehrte Rolf Stahl für seine 50-jährige Tätigkeit als Prüfer, Friedrich-Wilhelm Wehmeyer für 45 Jahre sowie Rita Armbrust und Horst Widmann, die beide bereits seit 35 Jahren diese Aufgabe übernehmen.

Und auch bei den Vereinen gibt es Spitzenreiter: So lieferten sich in den vergangenen Jahren die TSG Niefern und die TG Stein stets ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aus der sie abwechselnd als Sieger hervorgingen. 2015 hatten mit 114 Abzeichen die Nieferner die Nase vorne, in Stein brachte man es auf 96 Auszeichnungen. pm