760_0900_89634_MR5_1623_jpg_Marco_KIKILLUS_7_PF_Jubel_na.jpg
Über die Außenposition, bei Kontern und vom Siebenmeterstrich war Marco Kikillus in Willstätt erfolgreich.  Foto: Pz-Archiv/Ripberger 

TGS mit Kampfgeist und Cleverness zum Erfolg

Pforzheim. Nichts Gutes schwante den Fans der TGS Pforzheim, als ihr Handball-Team im Spiel beim TV Willstätt am Samstag in der 19. Spielminute mit 6:11 hinten lag. Am Ende aber stand ein 31:27 (16:14)-Erfolg der favorisierten Pforzheimer gegen ein Willstätter Team, das auf einigen Positionen sehr stark besetzt ist, aber in der Tabelle der 3. Liga mit dem Rücken zur Wand steht.

Obwohl die TGS-Defensive die Angreifer aus der Ortenau in der Anfangsphase immer wieder ins Zeitspiel gedrängt hatten, wurden die großgewachsenen und wurfgewaltigen TV-Rückraumspieler zum Abschluss gut in Position gebracht und trafen mehr oder weniger nach Belieben – was auch an der zu defensiv agierenden 6:0-Abwehrformation der TGSler lag. Dabei konnte auch der für den verletzten Sebastian Ullrich im TGS-Tor stehende Jonathan Binder wenig ausrichten.

Doch plötzlich ging ein Ruck durch das Team von Andrej Klimovets. Binder mit zwei Paraden, eine immer offensiver agierende Defensive, allen voran Roy James, und im Angriff Fabian Dykta, der auf der Linksaußenposition bedient wurde und in der ersten Halbzeit fünfmal erfolgreich war – einen 5:0-Lauf der Pforzheimer Handballer innerhalb von vier Spielminuten schloss Florian Taafel zum 11:11 ab.

Die TGS gewann zunehmend die Oberhand im Spiel und Patrick Zweigner gelang zum Pausenstand 16:14-Führung für sein Team. Hellwach kamen die TGSler aus der Pause zurück und durch Treffer des elffach erfolgreichen Marco Kikillus zog man auf 19:15 davon.

Wer nun geglaubt hatte, dass der TGS-Sieg nur noch eine Frage der Höhe sein würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Eine Flaute im TGS-Angriff und ein 5:0-Lauf der Südbadener, schon war das Blatt in der 43. Spielminute beim Stand von 21:20 wieder gewendet.

Doch nun schlichen sich im Angriffsspiel der Willstätter zunehmend Fehler ein, die von den hellwachen TGS-Abwehrspielern genutzt wurden und über Marco Kikillus zu Tempogegenstößen und leichten Toren führten. Der starke Davor Sruk brachte seine Farben in der 53. Spielminute mit 27:22 vorentscheidend in Front.

Am Ende konnte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel zufrieden Bilanz ziehen. „Nach einer unglücklichen Anfangsphase haben wir uns gefangen und mit Kampfgeist und Cleverness den Gegner niedergerungen. Eine Abschlussquote von 75 Prozent spricht für unser konzentriertes Angriffsspiel.“