


Grunbach. Einen rasanten Aufstieg hat der TSV Grunbach hinter sich. In nur drei Jahren marschierte der Fußballverein aus dem Schwarzwald-Dorf von der Kreisliga bis in die Oberliga durch. Mit dem Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr) gegen den SVSpielberg wird im „Stadion bei den sieben Eichen“ also ein neues Fußball-Kapitel aufgeschlagen. Die PZ beantwortet vor dem Saisonstart die wichtigsten Fragen rund um den Verein.
Kann Grunbach nach dem Durchmarsch in der Landes- und Verbandsliga auch in der Oberliga gleich wieder oben mitmischen?
Einige Konkurrenten trauen das dem TSV zu. Schließlich haben viele Spieler des Aufsteigers schon in der Ober- oder Regionalliga gespielt. Doch in Grunbach tritt man auf die Bremse. „Wir müssen zehn neue Spieler integrieren. Alles hat seine Grenzen. Wir lassen uns nicht verrückt machen“, sagt Trainer Michael Fuchs. Einen Vorgeschmack auf die Oberliga gab es 2011/12 im Pokal beim 7:6 nach Verlängerung gegen den FC Walldorf. „In einem Spiel konnten wir mithalten“, sagt Fuchs, „aber wie sieht das über eine ganze Saison aus. Da gibt es mehr Druck.“
Einen Platz im oberen Tabellenmittelfeld. Walldorf, Neckarelz, Nöttingen und der VfR Mannheim sind für die Grunbacher die Kandidaten für die Spitzenplätze. Dahinter sieht man Teams wie die TSG Balingen, den FC Villingen, den Bahlinger SC – und die eigene Mannschaft. „Da können wir vielleicht ranschnuppern“, sagt Fuchs. „Wir müssen nur so schnell wie möglich Punkte sammeln, unsere Euphorie nutzen, uns auf die Oberliga freuen und das Ganze genießen“, fordert der Trainer.
Stürmer Daniel Reule, der viel Erfahrung aus höheren Klassen mitbringt, dürfte gesetzt sein. Vom Karlsruher SC (U 23 und U 19) kamen mehrere Spieler, von denen vor allem Sebastian Rutz (Mittelfeld) und Matthias Fixel (Innenverteidigung) gute Chancen auf einen Stammplatz eingeräumt werden. Abwehrspieler Marco Schröder könnte dank seiner Vielseitigkeit einen Platz im Team finden.
In welchem System wird der TSVGrunbach spielen?
In der Vorbereitung kristallisierte sich ein 4-3-3 heraus, aber auch ein 4-2-3-1 ist vorstellbar.
Dominik Salz oder Daniel Reule – wer spielt in der Spitze?
Da hat Michael Fuchs wirklich ein Luxusproblem. „Nach vorne wird das unheimlich interessant“, hat er hohe Erwartungen an seine Offensive. Verbandsliga-Torschützenkönig Dominik Salz wird im Dreier-Angriff wohl die zentrale Rolle übernehmen, unterstützt von Reule und Dirk Prediger auf den Halbpositionen.
Torhüter Mathias Dörrich ist gesetzt – seine beiden Stellvertreter stehen momentan aber auch nicht zur Verfügung. Neuzugang Patrik Salscheider (KSC-Junioren) hat sich bei den Arbeiten am Vereinsgelände am Rücken verletzt, David Pepler (SVK Beiertheim) ist noch gesperrt. In der Abwehr bleibt Moritz Bischoff eine feste Größe neben Neuzugang Fixel. Das größte Gedränge könnte es im Mittelfeld geben, Wenn Sebastian Rutz spielt, müssen von den bisherigen Stammspielern Serhat Gülbas, Michael Cycon, Murat Cetinkaya und Joao Tardelli zwei weichen.
Frei nach dem Motto „Über Geld redet man nicht, Geld hat man“, schweigt sich Sportvorstand Thorsten Heinemann in diesem Punkt aus. Er sagt: „Unser Etat ist so hoch wie die Einnahmen, die wir haben.“ Und die scheinen nicht schlecht zu sein. Alleine in den letzten vier Wochen habe er acht neue Sponsoren gewinnen können, sagt Heinemann. Insgesamt unterstützt ein Pool von 70Firmen den Verein.
„Knackig“, sagt Michael Fuchs. Dem Derby daheim gegen Spielberg folgen die Auswärtsspiele in Neckarelz und Reutlingen. Dann kommt Regionalliga-Absteiger KarlsruherSC II. Dazwischen muss Grunbach noch zum Pokalspiel beim 1.CfR Pforzheim.






