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Ein moderner Sportverein muss sich schon heute um die Mitglieder von morgen kümmern. Foto: Grubitzsch
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Stefan Hammes
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TV Bretten ist als Großverein schon jetzt fit für die Zukunft

Pforzheim. Traditionelle Sportvereine haben in modernen Zeiten mit vielfältigen Problemen zu kämpfen – struktureller Natur oder hausgemachte. In der Serie „Brennpunkt Sportverein“ hat die PZ das in den vergangenen Wochen ausführlich beschrieben. Mitgliederschwund, klamme Kassen, marode Sportstätten oder fehlende ehrenamtliche Helfer machen vielen Clubs zu schaffen.

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Es gibt aber Lichtblicke, Vereine, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben. Diese stellen sich mutig und fantasievoll den Herausforderungen und machen vieles richtig. Solche Vereine gibt es selbstverständlich auch im Sportkreis Pforzheim Enzkreis.

Um zu zeigen, wie ein gut funktionierender, moderner Verein ausschaut, haben wir aber ein kleines Stück über den Tellerrand hinausgeschaut, wie das im Übrigen auch die Spitzen des hiesigen Sportkreises bisweilen gerne tun. Wir haben uns den TV Bretten angesehen, der weit über die Grenzen des Landkreises Karlsruhe hinaus einen exzellenten Ruf genießt. „Der TV Bretten war schon immer sehr innovativ“, lobt auch Gudrun Augenstein, die Pforzheimer Sportkreis-Vorsitzende. „Der TV Bretten boomt“, pflichtet Tobias Müller, der Pädagoge des Sportkreises, seiner Vorsitzenden bei.

Was ist nun das Erfolgsrezept beim TV Bretten, diesem modernen Mehrsparten-Verein, der auch Mitglieder aus dem Enzkreis hat? Was können sich andere Vereine davon abschauen, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein? Ein Gespräch mit dem TVB-Vereinsvorsitzenden Stefan Hammes bringt Aufklärung.

Hauptamt/Ehrenamt

„Ohne Hauptamt ist das alles nicht zu stemmen“, sagt Hammes, der bei der IHK Nordschwarzwald für Existenzgründung und Unternehmensförderung zuständig ist. Der TV Bretten hat für seine rund 3400 Mitglieder 2,5 hauptamtliche Kräfte angestellt. Diese gliedern sich in einen ganztägig beschäftigten Geschäftsstellenleiter und drei halbe Stellen, die für Verwaltung und als Übungsleiter arbeiten.

Seit September 1995 gibt es in Bretten die Geschäftsstelle des TVB mit zunächst einer hauptamtlichen Kraft, weil die Arbeit ehrenamtlich nicht mehr zu bewältigen war.

Angebote

Schon Ende der 90er-Jahre hatte der TV Bretten ein breites Angebot im Bereich Wellness und Gesundheitssport. „Wir haben das nach und nach weiter ausgebaut und das läuft sehr erfolgreich“, sagt Stefan Hammes. Diabetiker-, Lungen-, Herz-, Asthma-, Rollstuhlsport, Sport mit Behinderten, Bewegung bei Krebs. All das befindet sich im Portfolio des TVB. „Übungsleiter zu finden, ist manchmal das Problem“, erklärt der Vereinschef. Früh hat man in der Melanchthonstadt auch erkannt, dass Seniorensport angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung ein Muss ist. Vor allem die diversen Freizeitsport- und Wellnessangebote werden von Senioren fleißig gebucht. „Da haben wir die Zeichen der Zeit auch frühzeitig erkannt“, erklärt Stefan Hammes.

Sportstätten

„Die Versorgung mit Sportstätten in Bretten ist nicht gerade traumhaft, aber es geht“, so Hammes. Die Sporthalle im „Grüner“ ist neu und funktional. Außerdem gibt es die Stadtpark- und Jahn- halle bei der Hebelschule und Hallen in den Stadtteilen, die genutzt werden. Nicht zu vergessen die vereinseigene Halle und Sportstätte an der Withumanlage, wo auch die Geschäftsstelle des TVB ansässig ist. Regelmäßig vom Verein genutzt werden auch das Frei- und das Hallenbad.

Kindersportschule

Ein bewährtes und wichtiges Standbein im Verein ist auch die Kindersportschule (KISS). Für Kinder ab drei Jahre gibt es Angebote. Die gesamte motorische Entwicklung der Kinder wird dabei geschult. „Auch hier haben wir sehr qualifizierte Übungsleiter“, ist Stefan Hammes stolz auf diese Einrichtung. KISS-Leiter Axel Rusnak hatte schon sehr früh in den 90er- Jahren erkannt, dass die sportliche Ausbildung von Kindern dem Verein den dringend nötigen Nachwuchs für Breiten- und Leistungssport liefern kann.

Autor: Martin Mildenberger

26.07.2013
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