

Mildenberger.
PZ: Vor gut einem Jahr standen Sie noch für die Stuttgarter Kickers II in der Oberliga im Tor. Jetzt spielen Sie plötzlich vor mehreren Zehntausend Fans in Freiburg oder Stuttgart. Besteht da nicht die Gefahr, dass man abhebt?
Manuel Salz: Absolut nicht. Mein oberstes Gebot ist immer, ich selber zu sein, mich einfach so zu verhalten, wie ich es immer gemacht habe. So bin ich gut durchs Leben gekommen. So werde ich es auch weiter tun. Darauf achten auch meine Familie und meine Freunde.
PZ: Beschreiben Sie doch mal Ihr Gefühl beim ersten Bundesligaspiel für den SC Freiburg gegen den Hamburger SV. Wie war das beim Einlaufen ins Freiburger Stadion mit den vielen Fans und den ganzen Stars um einen herum?
Salz: Unbeschreiblich. Ein absolut geiles Gefühl. Die Gänsehaut hat sogar Gänsehaut bekommen. Es war einfach ein Mega-Gefühl. So etwas will ich noch öfter erleben.
PZ: Nach dem zweiten Spiel beim VfB Stuttgart standen Sie dann nach zwei unglücklichen Gegentoren im Blickpunkt. Kritiker sagen, da hat dem jungen Torhüter die Erfahrung gefehlt. Wie sehen Sie das?
Salz: Ja klar, man muss sich erst mal an die Schnelligkeit und an die Qualität der Fußball-Bundesliga gewöhnen. Natürlich fehlt mir als jungem Torhüter die Erfahrung. Aber daran arbeite ich jeden Tag und ich hoffe, dass es dann eben andere Spiele gibt als das in Stuttgart.
PZ: Wahrscheinlich wird am Samstag der Freiburger Stammtorwart Simon Pouplin nach überstandener Schulterverletzung wieder im Tor stehen. Sind Sie sehr traurig?
Salz: Klar bin ich traurig. So etwas wie die beiden Spiele genießen zu dürfen, ist schon etwas Besonderes. Aber ich werde an mir arbeiten und versuchen, mich weiterzuentwickeln, damit ich dann irgendwann die Nummer eins sein kann.
PZ: Haben Sie sich ein Ziel gesetzt bis wann Sie es geschafft haben wollen?
Salz: Das ist schwer zu sagen und hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise Gesundheit. Ich arbeite an mir und hoffe, dass es möglichst schnell geht. Es gehört auch etwas Glück dazu. Das muss man sich erarbeiten, und da bin ich halt dran.
PZ: Wie kam eigentlich der Wechsel nach Freiburg zustande?
Salz: Bei meinem letzten Verein, den Stuttgarter Kickers, bekam ich in der vergangenen Saison sehr viel aufs Tor und konnte mich so besonders auszeichnen. So ist unter anderem auch der SC Freiburg auf mich aufmerksam geworden. Nach der Saison haben wir uns zusammengesetzt und da wurde schnell klar, dass es nur einen Verein geben kann: den SC Freiburg. Menschlich und sportlich ist das für mich der Hammer. Bis jetzt hat es sich bestätigt. Ich fühle mich sehr wohl dort.
PZ: Was für ein Torwart-Typ sind Sie? Beschreiben Sie mal ihre Stärken und Schwächen.
Salz: Ich fange mal mit den Stärken an. Ich bin ein sehr schneller und sehr reaktionsschneller Torwart, der gut mitspielen kann, der gut antizipieren kann. Meine Schwäche ist natürlich meine Unerfahrenheit. Eine große Stärke von mir ist noch mein Ehrgeiz und mein Wille. Ohne das wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin.
PZ: Haben Sie noch Kontakte in die Heimat. Sie stammen ja aus Neuhausen im Enzkreis?
Salz: Definitiv, meine Eltern kommen ja aus Neuhausen. Ich habe da noch viele Freunde. Mein Bruder ist noch dort (Bruder Dominik Salz spielt bei den Stuttgarter Kickers, die Red.). Es ist immer schön, wieder nach Hause zu kommen.
PZ: Verfolgen Sie den Fußball in Pforzheim noch ein bisschen?
Salz: Dieselbe Frage hat mir kürzlich der Oberbürgermeister von Pforzheim gestellt. Da habe ich mit Nein geantwortet. Klar, als ich noch in der Oberliga gespielt habe und auch der 1. FC Pforzheim in der Oberliga war, da habe ich es noch verfolgt.
PZ: Was tun Sie eigentlich, wenn Sie nicht trainieren oder spielen?
Salz: Ich bin ein sehr familiärer Mensch. In meiner Freizeit bin ich gerne mit meiner Frau oder mit Freunden zusammen. Ich bin gerne relaxt zu Hause. Ich gehe gerne essen. Da kann man sich gut unterhalten, kommt ins Gespräch. Ich bin keiner, der immer auf Achse sein muss.





