Verbal den Ball flach halten - so lautet das Motto des Stuttgarter Trainers Bruno Labbadia vor dem Bundesliga-Saisonauftakt. Foto: Weihrauch
Verbal den Ball flach halten - so lautet das Motto des Stuttgarter Trainers Bruno Labbadia vor dem Bundesliga-Saisonauftakt. Foto: Weihrauch

VfB Stuttgart geht geschwächt in die neue Saison

VfB-Trainer Bruno Labbadia stapelt tief: Von seinem Stuttgarter Bundesliga-Team seien keine Wunderdinge zu erwarten. Ein Grund: Namhaften Abgängen stehen nur drei Neuzugänge gegenüber.

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Bruno Labbadia ist ein Mensch, der andere mit seiner positiven Ausstrahlung gewinnt. Am Montag, direkt nach dem Urlaub und zum Trainingsauftakt des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, wirkte der 46-jährige Trainer besonders aufgeräumt und voller Tatendrang. Das ist auch gut so, denn es steht eine Menge Arbeit an. Die Rahmenbedingungen könnten besser sein. Das weiß Labbadia und er benennt die Problematik auch. Aber ohne auch nur einen Hauch negativer Stimmung zu verbreiten.

„Wenn man die Namen der Spieler sieht, die gegangen sind, haben wir an Qualität verloren“, sagt er über den Kader, der laut Sportdirektor Fredi Bobic nicht mehr verstärkt werden soll. Und: „Die anderen haben extrem aufgerüstet, das ist der große Unterschied zu uns.“ Aber Labbadia wäre nicht Labbadia, wenn er diese Situation nicht als „Herausforderung“ und „Chance“ bezeichnen würde: „Ich freue mich total auf die Vorbereitung.“

Neue müssen sich beweisen

Julian Schieber (Borussia Dortmund), Timo Gebhart (1. FC Nürnberg), Matthieu Delpierre (1899 Hoffenheim), Khalid Boulahrouz (unbekannt) und Stefano Celozzi (Eintracht Frankfurt) haben den Verein verlassen. Dem stehen Tunay Torun (Hertha BSC) und Tim Hoogland, der gestern nach bestandener sportärztlicher Untersuchung für ein Jahr vom FCSchalke 04 ausgeliehen wurde, sowie Nürnberg-Rückkehrer Daniel Didavi gegenüber. Torun und Hoogland haben laut Labbadia beide „eine schwere Saison hinter sich“ und müssen erst beweisen, dass sie dem VfB weiterhelfen können. Didavi, dessen Vertrag gestern vorzeitig bis zum Sommer 2016 verlängert wurde, wird wegen eines Knorpelschadens erst einmal ausfallen.

Labbadia hat den „knallharten“ Sparzwang akzeptiert – zuvor wurden ja auch schon die Transfereinnahmen für Christian Träsch und Bernd Leno nur teilweise reinvestiert, zudem sind in Delpierre und Boulahrouz zwei Großverdiener von der Gehaltsliste. Was bleibt ihm auch anderes übrig? „So lange man immer mehr Spieler verkaufen muss, als man einkaufen kann, ist das nicht der einfache Weg“, sagt er und ist zumindest froh, dass der Kern des Teams gehalten wurde: „Wenn ich schon keine namhaften Spieler holen kann, möchte ich wenigstens so viele wie möglich halten.“

Alle außer Kvist sind schon da

Das könnte für die Schwaben genauso ein Pluspunkt sein wie die Tatsachen, dass gestern bereits alle Spieler mit Ausnahme von EM-Fahrer William Kvist auf dem VfB-Gelände waren. Der Däne hat noch eine Woche Urlaub. Der Trainer erinnert in diesem Zusammenhang an die starke Rückrunde der vergangenen Saison und erwartet, dass die eingespielte Mannschaft daran anknüpft. Dazu kommt die Hoffnung, dass der eine odere andere Nachwuchskicker einen entscheidenden Schritt nach vorne macht. Raphael Holzhauser, Kevin Stöger, Antonio Rüdiger und André Weis wurden offiziell in den Bundesliga-Kader befördert, die Zugänge Jerome Kiesewetter (Hertha BSC) und Michael Vitzthum (SpVgg Unterhaching) müssen sich zunächst über das Drittligateam empfehlen.

Über Ziele will Labbadia angesichts der vielen Unbekannten, zu der auch die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation Ende August gehört, nicht reden. Zumindest nicht in Form von Tabellenplätzen. „Ich möchte, dass wir unsere Spielweise festigen, dass wir die Leute begeistern“, erklärt der Coach.

Labbadias Ansinnen ist klar: Er möchte die VfB-Fans darauf vorbereiten, dass angesichts des eher schwächer aufgestellten Personals keine Wunderdinge zu erwarten sind. Aber Einsatzwillen und Leidenschaft verspricht er. Und das lebt er an seinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub vor. Natürlich hat der Coach in den vergangenen Wochen die EM in Polen und der Ukraine verfolgt. Was er da beobachtet hat, passt vorzüglich zur neuen Rolle der Stuttgarter als Underdog: „Nicht die Lauten sind weit gekommen, sondern die Fleißigen.“ Also, an die Arbeit. Heute um 10 Uhr steht das erste Training auf dem Platz an.

Autor: Sigor Paesler

02.07.2012
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