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Nur nicht nachlassen:  Christian Gross will drei Punkte aus Gelsenkirchen entführen.
Nur nicht nachlassen: Christian Gross will drei Punkte aus Gelsenkirchen entführen.
© Weißbrod

VfB Stuttgart zwischen Respekt und Angriffslust

STUTTGART. Der VfB Stuttgart möchte mit einem Sieg bei Meisterschafts-Mitfavorit Schalke 04 seine Chancen auf einen Platz in der Europa League wahren. „Ich bin nie mit einem Punkt zufrieden. Ich will immer gewinnen“, sagte Trainer Christian Gross vor dem reizvollen Duell am Freitag (20.30 Uhr/Sky) mit dem Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. „Wir streben drei Punkte an.“

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Für die nächste „große Herausforderung nach Bremen“ forderte der Schweizer von seinen Schützlingen „Unerschrockenheit, Körperbetontheit und einen Zug nach vorn. Wir müssen hochkonzentriert sein und eine hohe Präsenz von Anfang an zeigen.“

Sportdirektor Horst Heldt, den der heutige Schalke-Coach Felix Magath einst als Spieler nach Stuttgart geholt hatte, bezeichnete die „Königsblauen“ als „absolute Spitzenmannschaft.“ Schalke spiele um den Titel mit und werde dementsprechend auftreten. Von Magath schwärmte der VfB-Manager in den höchsten Tönen: „Das ist ein absoluter Qualitätstrainer, der es versteht, in kurzer Zeit eine Mannschaft zu formen.“ Gross beeindrucken an Schalke „Kompaktheit, Entschlossenheit und die Ergebnisorientierung“. Magath stelle sein Team taktisch stets gut ein. Zudem seien die „Knappen“ bei Standardsituationen sehr stark.

Cleverness fehlte

Um den besten Abwehrriegel der Liga knacken zu können, muss der VfB laut Gross „noch abgeklärter sein als in Bremen“. Gegen Werder kosteten zwei Unachtsamkeiten nach der 2:0-Führung den scheinbar sicheren Sieg. Im Training hat er weiter daran gearbeitet, volle Konzentration über die ganzen 90 Minuten zu bewahren. Zudem vermisste er in Bremen eine gewisse Cleverness und Ausgebufftheit. Bayern München hat es bei der 2:3-Niederlage in der Champions League beim FC Florenz seiner Meinung nach beispielhaft vorgeführt, wie ein Resultat zu halten ist. Möglicherweise dient dieses Verhalten seiner jungen Elf als Anschauungsmaterial.

Personell sieht es vor diesem zweiten von vier großen Härtetests im Monat März – es stehen noch das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Barcelona und das Bundesligaspiel bei Bayern München an - gut aus. Kein Profi ist verletzt; nur Kapitän Matthieu Delpierre fehlt wegen seiner Gelb-Sperre. Georg Niedermeier ersetzt den Franzosen in der Innenverteidigung. „Georg hat sich schon zu Beginn der Rückrunde bewährt“, bescheinigte Gross dem 24-Jährigen, den damals verletzten Delpierre bestens vertreten zu haben. Zudem ist die Nominierung Niedermeiers ein gutes Omen: Mit dem bislang zehnmal aufgebotenen Bayern haben die Schwaben nie verloren. Abgesehen von diesem Wechsel will Gross gegen Schalke mit derselben Aufstellung wie zuletzt in Bremen antreten.

Voraussichtliche VfB-Aufstellung: Lehmann - Celozzi, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Träsch, Khedira - Gebhart, Hleb - Pogrebnjak, Cacau

Autor: PZ-mitarbeiter elmar dreher

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