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Pure Freude:  Spielbergs Trainer Martin Fleck (hinten) und Torwart Houssam Nezhari bejubeln den Aufstieg in die Oberliga.
Pure Freude: Spielbergs Trainer Martin Fleck (hinten) und Torwart Houssam Nezhari bejubeln den Aufstieg in die Oberliga.
© GES

Was lange währt, wird endlich gut - SV Spielberg in der Oberliga

SPIELBERG. Je weiter es nach oben geht, desto länger nehmen sich die Fußballer des SV Spielberg dafür Zeit: Für den Landesliga-Aufstieg im Jahr 1987 brauchte der Verein vier Jahre, für den anschließenden Sprung in die Verbandsliga (1994) gar sieben Spielzeiten. Der Anlauf zum Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg dauerte 15 Jahre.

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Das erste Mal, so Berti Haas, habe er nach dem 3:2-Sieg in Weinheim an den Titel geglaubt – drei Spieltage vor dem Ende der Saison. „Wie die Jungs einen 0:2-Rückstand aufgeholt haben“, ließ auch beim Spielleiter des SV Spielberg „Aufstiegsstimmung“ aufkommen. Die Mannschaft von Trainer Martin Fleck war dann zwar nicht über ein mageres 1:1 beim 1. FC Pforzheim hinausgekommen. Am vorletzten Spieltag eroberten Kapitän Marius Mößner und seine Mitspieler mit einem 3:0-Heimsieg über den FC Zuzenhausen Platz eins zurück – und ließen sich auch beim Saisonfinale in Friedrichstal (3:0) nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängen.

„Zugetraut hat es uns niemand“, freute sich Martin Fleck über den überraschenden Titelgewinn, der erst am 10. Juli offiziell gefeiert wird. Denn Zuzenhausen – nach dem 23. Spieltag noch mit acht Punkten Vorsprung Tabellenführer – sah schon wie der sichere Meister aus. Von der TSG Weinheim glaubten die Experten am ehesten, dass sie den FCZ noch abfangen könnten. Der SV Spielberg aber legte eine in den Jahren zuvor nie gezeigte Konstanz an den Tag und ging schließlich zum Abschluss einer Serie von 16 Spielen ohne Niederlage zu Recht als Erster durchs Ziel.

Trainer war unbekannt

„Wir haben nicht die stärksten Einzelspieler, aber mit Sicherheit die beste Mannschaft“, begründet SVS-Trainer Fleck den Erfolg seiner Schützlinge. Er selbst spielte dabei natürlich auch eine große Rolle. „Martin Fleck war selbst für viele Kenner der Szene ein Nobody, als er im Januar 2008 bei uns angefangen hat“, verrät Berti Haas. „Für unsere Spieler ist er einerseits ein Kumpel, andererseits genießt er aber absolute Autorität.“

Das „Neuland Oberliga“ betritt der SV Spielberg in der kommenden Saison personell leicht verändert. Matthias Kolsch und Simon Schulze Sutthoff wechseln zum FC Germania Friedrichstal. Als SVS-Neuzugänge stehen bisher nur Rouven Gondorf (Spvgg Durlach-Aue) und Steffen Lenhard (SV KA-Beiertheim) fest. Zum Aufstieg der Spielberger hat auch Dirk Steidl, der Vereinschef von Oberligist FC Nöttingen, gratuliert.

Autor: Hans Falsehr

02.06.2009

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