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Das Nachsehen  hatte Karlsruhes Dino Drpic (links) nicht nur in dieser Szene gegen Paderborns Torschütze Mahir Saglik.
Das Nachsehen hatte Karlsruhes Dino Drpic (links) nicht nur in dieser Szene gegen Paderborns Torschütze Mahir Saglik.
© Deck, dpa

Wieder schnelle Gegentore: KSC verliert gegen Paderborn

KARLSRUHE. Der Karlsruher SC kommt im neuen Jahr nicht in Schwung. Nach der 1:2 (0:2)-Heimpleite gegen den SC Paderborn dürften auch die letzten Optimisten nicht mehr dran glauben, dass der KSC noch den Kontakt zur Spitzengruppe herstellen kann.

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Man könnte die vierte Heimniederlage der Saison auf die großen Personalsorgen schieben – gegen den Tabellennachbarn aus Ostwestfalen fehlten gleich acht Spieler, darunter mehrere Stammkräfte. Mit Matthias Zimmermann (17) und Thomas Konrad (20) feierten gleich zwei Nachwuchsspieler ihre Zweitliga-Premiere in der Startelf.

Vermeidbare Treffer

Doch die Niederlage lag nicht zuerst an den KSC-Talenten. „Die haben ihre Sache ordentlich gemacht“, bescheinigte ihnen Trainer Markus Schupp. Ihm gab vielmehr die kaum zweitligataugliche Leistung seiner Elf zu denken. „Wir haben uns in den Zweikämpfen nicht durchgesetzt und wieder vermeidbare Treffer kassiert“, lautete seine Kritik.

Mit Lernerfolgen seiner Mannschaft kann der KSC-Coach derzeit also nicht aufwarten. Beim Rückrundenstart in Aachen waren die Wildparkprofis schon nach 45 Sekunden in Rückstand geraten. Jetzt kassierten sie durch Mahir Saglik in der 9. und 12. Minute einen Doppelpack – unter tatkräftiger Mithilfe von Gegenspieler Dino Drpic. Der Kroate duckte sich beim 0:1 unter einer Flanke weg, beim 0:2 ließ er sich von Saglik ausspielen.

„Ich wollte unbedingt ein Tor machen und hier gewinnen“, sagte der in der Rückrunde der vergangenen Saison von Wolfsburg an den KSC ausgeliehene Stürmer. Schließlich hatte er aus dieser Zeit „noch ein bisschen Frust“. Edmund Becker, der damalige Karlsruher Trainer, gab ihm kaum Chancen, seine Torgefährlichkeit unter Beweis zu stellen.

Der Blitzstart reichte dem Aufsteiger letztendlich zu drei verdienten Punkten. Das 1:2, das Andreas Schäfer in der 88. Minute erzielte, fiel zu spät. Pech hatten die Gastgeber, dass Niklas Tarvajärvi, aufgrund seines läuferischen und kämpferischen Engagements noch der beste Karlsruher, eine Flanke von Andreas Schäfer an den Querbalken köpfte, und im Nachschuss Anton Fink an Gästekeeper Daniel Masuch (32.) scheiterte.

Auch nach dem Seitenwechsel kam der KSC zunächst kaum gefährlich vor den SCP-Kasten. Hätte Tarvajärvi in der 87. Minute aber seine zweite gute Chance genutzt, wäre Schäfers erstes Saisontor vielleicht für einen Teilerfolg gut gewesen.

Selbst ein Unentschieden wäre aber glücklich gewesen. Denn Paderborn wirkte abgeklärter, war zweikampf- und kopfballstärker und dem KSC im Spiel ohne Ball überlegen. Gästecoach Andre Schubert durfte nach dem zweiten Auswärtssieg seiner Mannschaft unwidersprochen feststellen: „Unterm Strich haben wir die drei Punkte verdient.“

Autor: pz-mitarbeiter hans falsehr

24.01.2010
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