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CfR Pforzheim

Nachfolger von Teo Rus (rechts) als Trainer beim 1. CfR Pforzheim könnte Adis Herceg (links) werden. Unser Bild zeigt das Duo als Trainergespann beim TSV Grunbach in der Saison 2013/14.  Ripberger, PZ-Archiv
Nachfolger von Teo Rus (rechts) als Trainer beim 1. CfR Pforzheim könnte Adis Herceg (links) werden. Unser Bild zeigt das Duo als Trainergespann beim TSV Grunbach in der Saison 2013/14. Ripberger, PZ-Archiv
20.03.2017

Wird Adis Herceg neuer Trainer beim Oberligisten 1. CfR Pforzheim?

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?, lautet ein altes Sprichwort. Vielleicht denken auch die sportlich Verantwortlichen beim 1. CfR Pforzheim in diese Richtung. Denn eine nahe liegende Antwort auf die aktuelle Trainerfrage im Brötzinger Tal könnte lauten: Adis Herceg wird es.

Der 38-Jährige, seit Januar 2016 Sportdirektor beim CfR, könnte Teo Rus beerben, dessen Vertrag am Ende dieser Saison ausläuft und nicht mehr verlängert wird.

Dementis klingen anders

Die Protagonisten geben sich bedeckt. CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann sagt: „Adis ist eine Option. Er hat ja schon bewiesen, dass er es kann. Im Moment möchte ich das aber nicht kommentieren.“ Adis Herceg selbst meint: „Ich will zum jetzigen Zeitpunkt nichts dazu sagen.“ Klare Dementis klingen jedenfalls anders.

Adis Herceg und Torsten Heinemann kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim TSV Grunbach (2012 bis 2014) und aufgrund der jetzigen Zusammenarbeit beim CfR sehr gut. In Grunbach war Herceg zusammen mit Teo Rus Trainer der Oberligamannschaft, die auf dem Sprung in die Regionalliga stand. Dann wechselte Rus mit beinahe der gesamten Grunbacher Mannschaft zum CfR. Herceg wurde Trainer beim Regionalligisten SVN Zweibrücken. Dieses Engagement endete aber nach wenigen Monaten, weil Zweibrücken finanzielle Probleme hatte.

Adis Herceg hat den Trainer-A-Schein. Eigentlich wollte er im vergangenen Oktober mit dem Lehrgang für die Fußball-Lehrer-Lizenz beginnen – in seinem Geburtsland Bosnien-Herzegowina. Weil er sich aber in einem Spiel für den A-Ligisten TSV Schöllbronn das Kreuzband gerissen hatte, musste er die Ausbildung auf unbestimmt Zeit verschieben. Die Trainer-A-Lizenz ist Voraussetzung für die Übernahme einer Mannschaft in der Regionalliga. Und dahin möchte der CfR – wenn möglich, schon am Ende der kommenden Saison. „Wir wollen den nächsten Schritt machen. Und das wäre die Regionalliga“, betont Herceg, der aktuell zusammen mit Torsten Heinemann den Kader für die neue Saison zusammenstellt. Die Mannschaft soll so verstärkt werden, dass eine realistische Chance auf den Aufstieg besteht. Namen von Neuzugängen sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

Die Planungen beim Fußball-Oberligisten 1. CfR Pforzheim hängen stark vom weiteren Verlauf der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Brötzinger Tal ab, betonen Heinemann und Herceg unisono. „Wir brauchen da endlich Klarheit, um Planungssicherheit zu haben. Wir wollen in die Regionalliga, aber dazu brachen wir auch die nötige Infrastruktur“, so Heinemann.

Stadion im Gemeinderat

Deshalb ist der 4. April auch ein sehr wichtiges Datum für den Verein. An diesem Tag nämlich steht der weitere Ausbau der Spielstätte im Brötzinger Tal auf der Tagesordnung des Pforzheimer Gemeinderates. Die Verwaltung empfiehlt in der gerade veröffentlichen Beschlussvorlage, die Maßnahme fortzusetzen und die entstehenden Mehrkosten – vor allem für den Neubau der Tribüne – zu übernehmen. Die Mehrheit der Gemeinderatsfraktionen ist für den Ausbau. Auch Sportbürgermeisterin Monika Müller macht sich dafür stark, zumal die neue Anlage auch für andere Sportarten und Vereine (Rugby, American Football) in der Stadt nutzbar sein soll.