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Der «Zukunftspakt» von Volkswagen sieht vor, dass in den kommenden Jahren an den deutschen VW-Standorten bis zu 23 000 u
Der «Zukunftspakt» von Volkswagen sieht vor, dass in den kommenden Jahren an den deutschen VW-Standorten bis zu 23 000 und weltweit bis zu 30 000 Jobs wegfallen. Foto: Rainer Jensen
30.11.2016

VW-Belegschaft diskutiert über «Zukunftspakt»

Wolfsburg (dpa) - Im Wolfsburger VW-Stammwerk hat die erste Betriebsversammlung seit der Vorlage des «Zukunftspakts» mit der geplanten Streichung Zentausender Stellen begonnen.In der vorletzten Woche hatte der Konzern das monatelang verhandelte Konzept vorgestellt. Der Pakt kombiniert massive Einsparungen mit Milliarden-Investitionen in neue Techniken und Dienstleistungen.

Betriebsratschef Bernd Osterloh versuchte, Sorgen in der Belegschaft zu mildern. «Der Zukunftspakt ist ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland und für die Zukunft unserer Werke», sagte er laut Redemanuskript. Er enthalte vor allem wichtige Schritte zum Ausbau der Elektromobilität: «Wir haben die Produktion von zwei Elektrofahrzeugen in die deutschen Werke geholt. Und der erste rein elektrische SUV der Marke Volkswagen kommt ab 2020 aus Wolfsburg.»

Auch Personalvorstand Karlheinz Blessing sowie Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufseher Stephan Weil (SPD) sollten an der nicht öffentlichen Versammlung teilnehmen. Nach den Reden war eine Aussprache mit den Beschäftigten geplant.

Der «Zukunftspakt» war zwischen Management und Betriebsrat anfangs hoch umstritten. Er sieht unter anderem vor, dass bis zum Jahr 2025 an den deutschen VW-Standorten bis zu 23 000 und weltweit bis zu 30 000 Jobs wegfallen. Der Autobauer will dies ohne betriebsbedingte Kündigungen schaffen - etwa über stärkere Nutzung von Altersteilzeit.