DHB-Team verpasst WM-Halbfinale: "Leere und Enttäuschung"

O-Ton 1, Uwe Gensheimer, Kapitän Handball-Nationalmannschaft:- "Leere und Enttäuschung über die verpasste Chance. Es tut weh, weil ich dachte, dass wir es verdient hätten."O-Ton 2, Steffen Weinhold, Handball-Nationalspieler:- "Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und zu viele freie Bälle liegen gelassen."O-Ton 3, Bob Hanning, DHB-Vizepräsident:- "Wir nehmen das Turnier, um zu sehen, was schon klappt und woran wir noch arbeiten müssen. Das Spiel gehört ganz sicher dazu."O-Ton 4, Dagur Sigurdsson, Handball-Bundestrainer:- "Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen und müssen weiter kämpfen."O-Ton 5, Patrick Groetzki, Handball-Nationalspieler:"Jeder weiß, dass wir eine so gute Mannschaft sind, dass wir uns wieder zusammen aufbauen können."O-Ton 6, Bernhard Bauer, DHB-Präsident:- zur Leistung der Schiedsrichter ("Jeder, der sich im Handball auskennt, der wird seine Schlüsse daraus ziehen.")SID xkw snWeitere Informationen zu diesem Thema:Medaillentraum geplatzt - Handballer scheitern im WM-Viertelfinale Von Christoph STUKENBROCK +++ überholt mit Stimme, 3. Absatz +++ FOTO+MULTIMEDIA+VIDEO =Doha, 28.Januar (SID) - Der Medaillentraum der deutschen Handballer bei der WM in Katar ist geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson unterlag im Viertelfinale der Auswahl des Gastgebers nach ihrer schwächsten Turnierleistung mit 24:26 (14:18) und spielt nun in den Platzierungsspielen um die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Erster Gegner am Freitag ist der zweimalige Olympiasieger Kroatien.Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) verpasste durch ihre erste Turnierniederlage im siebten Spiel den größten Erfolg seit dem WM-Titelgewinn vor acht Jahren im eigenen Land und den zehnten Einzug in eine WM-Vorschlussrunde. Bester Werfer des deutschen Teams, das nur dank einer Wildcard des Weltverbandes IHF in Katar dabei ist, war Kapitän Uwe Gensheimer mit fünf Toren."Die Enttäuschung ist sehr groß. Es war ein sehr schweres Spiel. Wir haben schlecht angefangen. Danach waren wir oft dran, aber wir haben sie nie geknackt. Die Jungs haben unglaublich gekämpft", sagte ein enttäuschter Sigurdsson bei Sky."Jetzt wollen wir alles erreichen", lautete die Kampfansage von Teammanager Oliver Roggisch vor der Partie gegen den Asienmeister vor 14.500 Zuschauern in der Lusail Multipurpose Hall. Doch im Gegensatz zur Achtelfinal-Gala gegen Ägypten tat sich der WM-Fünfte von Beginn an schwer. Die deutsche 5:1-Abwehr bekam Katars Kreisläufer Borja Vidal zunächst überhaupt nicht in den Griff und auch die Rückraumspieler der zusammengekauften Weltauswahl um den ehemaligen Hamburger Zarko Markovic setzten sich immer wieder gut in Szene. Der deutschen Deckung, bisher das Prunkstück bei dieser WM, mangelte es an der notwendigen Aggressivität.Dem deutschen Angriffsspiel fehlte unterdessen ein wenig die Beweglichkeit, zudem leistete sich die DHB-Auswahl im Gegensatz zu den bisherigen Begegnungen zu viele Fehlwürfe und einige technische Fehler. Von der robusten Abwehr der Gastgeber ließen sich die deutsche Akteure im ersten Durchgang den Schneid abkaufen, die Folge war ein 6:10-Rückstand nach 16 Minuten.Sigurdsson reagierte, nahm eine Auszeit und versuchte beruhigend auf seine Spieler einzuwirken. Zudem nahm der Isländer personelle Veränderungen nach der schwachen Anfangsphase vor. Michael Kraus ersetzte Martin Strobel auf der Spielmacherposition, Silvio Heinevetter rückte für Carsten Lichtlein, der nicht an seine Weltklasseleistung aus dem Achtelfinale anknüpfte, ins Tor.Das deutsche Spiele wurde zunächst aber nicht besser, auch wenn der Berliner Heinevetter einige tolle Reflexe zeigte. Gensheimer scheiterte auf der anderen Seite mit zwei Siebenmetern an seinem ehemaligen Teamkollegen bei den Rhein-Neckar Löwen Goran Stojanovic.Der vom spanischen Weltmeistercoach Valero Rivera betreute WM-20. zog auf sieben Tore davon (16:9/26.), doch die DHB-Auswahl kämpfte sich zurück und verkürzte bis zur Pause den Rückstand auf vier Treffer. "Wir haben uns von der Kulisse beeindrucken lassen und tun uns gegen
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