SID SoccerNews: Rückblick 18. Spieltag

Schnee und Eis in Wolfsburg - Sonne in München. Verkehrte Welt nach einem denkwürdigen Spitzenspiel. Die Stimmung bei den Bayern war nach der 1:4-Klatsche beim VfL Wolfsburg angespannt. Vier Gegentore in einer Partie - so viele hatte der Tabellenführer in allen 17 Hinrundenspielen zusammen kassiert. Die Laune in Wolfsburg hingegen war trotz des Wetters bestens. Gerade nach dem Tod von Junior Malanda tat der Erfolg gegen den bislang übermächtigen FC Bayern sichtlich gut und nebenbei verkürzten die Wölfe den Rückstand auf den Branchenprimus auf acht Punkte. Kurz: Ein Abend, der im Gedächtnis bleiben wird. O-Ton 1, Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg:?Der wird unter den Top 3 sein"; "Der Verein hat sich Deutschland in einer Art und Weise präsentiert, dass man gesehen hat, dass wir nicht der Werksklub ohne Emotionen sind, sondern wir haben ein sympathisches Bild abgegeben." Fans und Mannschaft präsentierten sich schon bei der Choreographie vor dem Anpfiff als Einheit. Und genau diesen Zusammenhalt brachte das Team im Spiel perfekt auf den Platz. Vor der Partie hatte der VfL bereits die eigenen Ziele nach oben korrigiert. Und nach dieser Demonstration der eigenen Stärke? Frage: "Und jetzt greifen Sie noch mal die Meisterschaft an?Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg:"Nein." Die Wölfe üben sich in Demut - noch. Denn: Gegen einen Titelgewinn hätte in Wolfsburg wohl niemand etwas einzuwenden.   SID kompakt:Absturz statt PunktgewinnDortmund nach 0:0 in Leverkusen Tabellenletzter Vizemeister Borussia Dortmund ist nach dem 0:0 in Leverkusen Bundesliga-Schlusslicht. In einer intensiven Partie zeigten sich die Borussen in der Defensive zwar gefestigt, in der Offensive aber einfallslos. Den Punkt beim Champions-League-Aspiranten feierte BVB-Coach Jürgen Klopp trotzdem wie einen Befreiungsschlag. O-Ton 1: Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund"Wir werden Druck machen müssen und wir werden Druck machen auf alle die da vor uns sind. An Tabellenplatz 18 will ich mich nicht gewöhnen, aber heute ist er mir scheißegal." Der BVB hat den Abstiegskampf angenommen. Leverkusen blieb saisonübergreifend im 14. Heimspiel in Folge ungeschlagen, verlor aber zwei wichtige Punkte im Kampf um einen Champions-League-Platz.  Der HSV steckt wieder mitten im AbstiegskampfOlic-Effekt bleibt aus Nach der ernüchternden 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln steht der Hamburger SV erneut im Tabellenkeller. Die erhoffte Aufbruchstimmung nach dem Last-Minute-Transfer von Heimkehrer Ivica Olic ist fürs Erste schon wieder verpufft.O-Ton Peter Knäbel, Sportdirekor Hamburger SV:"Das hatten wir ja jetzt schon ein paar Mal. Egal ob der Didi-Effekt, der Joe-Effekt oder der Ivica-Effekt. Ich persönlich halte nur von einem etwas: Harter Arbeit."Und die wird gerade in den kommenden Wochen wichtig. Die nächsten Spiele in Paderborn und gegen Hannover sollten die Hanseaten erfolgreich bestreiten. Sonst wird die fürs neue Jahr erhoffte Aufbruchstimmung an der Elbe auch trotz Olic-Transfer nicht aufkommen.Heimmacht Werder schlägt schwache BerlinerDoppelpack von Di SantoWerder Bremen entwickelt sich unter Trainer Viktor Skripnik immer mehr zu einer Heimmacht in der Bundesliga. Die spielerisch überzeugenden Hanseaten feierten dank eines Doppelpacks ihres Top-Torjägers Franco Di Santo einen 2:0-Erfolg im Kellerduell gegen Hertha BSC und damit den vierten Sieg in den vergangenen fünf Heimspielen. Werder sprang mit dem Dreier vom Relegationsplatz auf Rang zwölf. Die viel zu zaghaften Berliner von Trainer Jos Luhukay rutschen angesichts von nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen dagegen immer tiefer in den Tabellenkeller.Der Spieler des Spieltags:Nils Petersen (SC Freiburg)Drei Tore gelangen Nils Petersen im ersten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber ? und das als Joker. Mit einem Hattrick beim 4.1 gegen Frankfurt beförderte die Leihgabe aus Bremen den SC Freiburg von Tabellenplatz 18 aus den Abstiegsrängen. Im Kampf um den Klassenerhalt könnte der 26-Jährige in dieser Form eine entscheidende Waffe werden.SID sn tk
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