Online in Myanmar ? immer und überall

Surfen im Internet - das war jahrzehntelang tabu in Myanmar. Das südostasiatische Land war weitgehend abgeschottet. Nach der schrittweisen Öffnung steckt das einstige Birma nun in einer regelrechten Internet-Revolution.O-Ton Thiha Win, Seemann:"Ich habe Leute in entwickelten Ländern gesehen, die in Bussen oder an Bahnhöfen mit ihren Telefonen online gehen - und das, wann immer sie wollen. Myanmar wird sicher genauso werden."Noch vor drei Jahren war unter der Militärherrschaft nur jeder hundertste Myanmarer im Internet, nun ist es bereits jeder vierte. Und es werden rasant schnell mehr. SIM-Karten kosteten früher umgerechnet mehr als 2000 Euro, inzwischen gibt es sie für 1,19 Euro, von einem norwegischen Telefonkonzern und einem aus Katar. Auch günstige Smartphones sind der Renner.O-Ton David Madden, Initiative Code for Change Myanmar:"Es ist eine tolle Chance, daraus Kapital zu schlagen - und tatsächlich damit anzufangen, einige der Apps und der digitalen Angebote aufzubauen, die Myanmar braucht. Damit es diese Revolution der Vernetzung zu seinem Vorteil nutzen kann."Die weltweiten Internet-Riesen sind auch in Myanmar präsent. Aber es gibt reichlich Platz für Neues. So entwickeln findige Myanmarer eine eigene Suchmaschine. Denn Google kann kein Zawgyi, die Schrift vieler Websites im Lande. Und auch eine App ist schon da, um den Dauerstau in der Wirtschaftsmetropole Rangun zu umfahren - wenigstens ein bisschen.
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