Deutschland rüstet Iraks Kurden auf

Im Norden des Iraks kämpfen Regierungstruppen gemeinsam mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern gegen die extremistische Miliz Islamischer Staat. Unterstützung sollen die Kurden nun aus Deutschland bekommen: Die Bundesregierung hat die Lieferung von Panzerfäusten, Gewehren, Handgranaten und Munition beschlossen.O-Ton Ursula von der Leyen (CDU), Bundesverteidigungsministerin:"Die Lage im Irak ist äußerst kritisch. Die Terroristen des Islamischen Staates gehen mit gnadenloser Brutalität vor. Deshalb bleibt die Weltgemeinschaft gefordert, diejenigen zu schützen, die verfolgt werden, aber eben auch diejenigen zu unterstützen, die sich dem IS entgegen stellen."Außenminister Frank-Walter Steinmeier begründet die Waffenhilfe damit, dass der IS eine "existenzielle Bedrohung" weit über den Irak hinaus darstelle.O-Ton Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundesaußenminister:"Dieser Bedrohung kommen wir mit humanitären Mitteln allein nicht entgegen."Die Entscheidung über die Waffenlieferungen fiel in einer Ministerrunde bei Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU. Auch zahlreiche andere Länder wollen die Kurden im Kampf gegen die IS-Miliz aufrüsten. Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung kommt von der Linken und den Grünen.
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