Korb nach 1:3 gegen Frankfurt: "Schwer zu erklären"

O-Töne 1-4 Julian Korb, Borussia Mönchengladbach- zur Niederlage gegen Eintracht Frankfurt:"Auch jetzt ist es noch schwer zu erklären, weil wir in der ersten Halbzeit eine gute Partie gespielt haben und auch die Chance auf das 2:0 gehabt haben."- zur Niederlage gegen Eintracht Frankfurt:"Wir wussten, dass es ein ganz schweres Spiel wird, auch wenn wir vor drei Wochen 2:1 gegen sie gewonnen haben."- zur zweiten Niederlage in Folge in der Bundesliga:"Wir wissen natürlich, dass in der Bundesliga alle Partien sehr, sehr eng sind. Dass das jetzt zwei Mal in Folge geschehen ist, ist natürlich nicht schön."- zur Verletzung von Marco Reus:"Das tur mir sehr leid für Marco. Er wird da sehr unschön getroffen."SID xam snWeitere Informationen:Mönchengladbach (SID) Für Granit Xhaka begann die Frustbewältigung noch auf dem Platz, sein Trainer Lucien Favre ging mit der ersten Heimniederlage nach über acht Monaten deutlich gelassener um. "Wir müssen im Kopf haben, dass wir in jedem Spiel ans Limit gehen müssen. Jede Mannschaft hat während einer Saison mal Schwierigkeiten. Jetzt sind wir gerade dran", stellte der Schweizer nach der überraschenden 1:3 (1:0)-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt ruhig und sachlich fest.Diese Ruhe fehlte seinem Landsmann Xhaka zuvor gänzlich. Erst holte sich der Schweizer Nationalspieler bei seinem Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause Gelb wegen Wegschlagen des Balles ab, wenige Minuten später grätschte er Sonny Kittel im Mittelfeld einfach um und flog mit Gelb-Rot vom Platz. "Das war leider nicht das erste Mal", ärgerte sich Favre, der nun im Top-Spiel beim VfL Wolfsburg auf den Mittelfeldspieler verzichten muss.Sportdirektor Max Eberl zeigte ebenfalls wenig Verständnis für die dumme Aktion des 22-Jährigen, der noch Glück hatte, dass Schiedsrichter Bastian Dankert ihm nicht die Rote Karte zeigte. "Das war völlig unnötig, aber das weiß er selber", sagte Eberl. Xhaka gab sich derweil kleinlaut. "In diesem Moment überlegt man nicht lange", sagte der frustrierte Schweizer.Xhaka hatte aber nicht nur sein Platzverweis die Laune gründlich verhagelt, auch die zweite Niederlage in Folge nach zuvor 18 Pflichtspielen ohne Pleite drückte die Stimmung. "Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, tut das schon weh", sagte Xhaka, der sich den Leistungsabfall nach der Pause nicht erklären konnte: "Da fehlen mir die Worte."Favre war da schon einen Schritt weiter. "Wir hatten eine zu große Lücke zwischen Mittelfeld und Viererkette", sagte Favre und bemängelte das schwache Defensivverhalten seines Teams: "Wir haben vergessen, dass wir verteidigen müssen. Uns hat die Geduld gefehlt."Besonders der Ausfall des verletzten Abwehrchefs Martin Stranzl machte sich bemerkbar - nicht nur bei den Gegentoren durch Marc Stendera (54.), Alexander Meier (57.) und Takashi Inui (73.). "Es ist klar, dass Martin wichtig für uns ist", sagte Torhüter Yann Sommer, der mit zahlreichen Paraden weitere Gegentreffer verhinderte, vor dem dritten Tor aber auch patzte.Für Eberl kommt die Situation nach einem bisher fast perfekten Saisonverlauf nicht überraschend. "Wir sind nicht so vermessen gewesen, dass wir geglaubt haben, dass so etwas nicht passieren kann", sagte Eberl, der kritisierte, dass die Borussia nach der frühen Führung durch Havard Nordtveit "immer mehr zugelassen" hat.Tony Jantschke richtete den Blick nach vorne. Am Donnerstag geht es in der Europa League beim FC Villarreal um den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde, dann wartet das schwere Gastspiel beim Tabellenzweiten in Wolfsburg. "Es wird sich zeigen, ob die Mannschaft gefestigt ist", meinte Jantschke.Freude pur herrschte derweil bei der Eintracht, nach vier Liga-Niederlagen in Serie stoppten die Hessen ihren freien Fall und zeigten eine starke Leistung. "So ein Spiel muss uns Selbstvertrauen und Bestätigung geben. Ich bin sehr zufrieden - mit dem Ergebnis und der Leistung", sagte Trainer Thomas Schaaf, während Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem Ende der Negativserie und der geglückten Pokalrevanche einräumte: "Wir sind alle erleichtert."SID o
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