Pariser Ballettstars unterrichten Nachwuchs in Fukushima

Eine Meisterklasse für diese japanischen Ballettschülerinnen: Heute zeigen sie, was sie können - vor Stars des Pariser Opernballetts, die hierher nach Fukushima gekommen sind. Noch immer leidet die Katastrophenregion in Japan unter den Folgen des Tsunamis von 2011.O-Ton Moyu Sakai, Ballettschülerin:"Nach der Katastrophe musste ich aufhören mit dem Tanzen. Wir haben Fukushima eine Zeitlang verlassen. Aber ich konnte nur ans Ballett denken. Ich wollte so gern tanzen. Sobald wir nach Hause gekommen sind, habe ich wieder Ballettstunden genommen." Die Mitglieder des Pariser Opernballetts sind zum zweiten Mal hierhergekommen, um den Nachwuchs zu unterrichten.O-Ton Dorothée Gilbert, Ballerina:"Für mich ist es immer wichtig, die jungen Leute zu treffen. Ihnen beibringen zu können, was mir beigebracht wurde, ihnen Ratschläge zu geben, damit sie sich so weiterentwickeln können, dass sie vielleicht einmal professionell tanzen können."Am Ende der Unterrichtsstunde gibt es eine Überraschung. Ehemalige Schüler, die jetzt in Europa oder den USA professionell tanzen, kommen dazu.O-Ton Yuka Oba, Ballerina:"Einigen Kindern fällt es nach der Tragödie noch immer schwer, zurück ins Leben zu finden. Aber sie tanzen mit all ihrer Kraft Ballett und das hilft ihnen, sich besser zu fühlen. Es ist toll für sie, die Wirklichkeit zu vergessen, auch wenn es nur für einen Tanz ist." Die Besucher aus Paris werden noch weitere Tanzschulen halten - bevor sie in Tokio auftreten.
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