Katar greift nach WM-Gold - Polen hadert mit Schiedsrichtern

Die Freude kannte keine Grenzen. Die Handballer von Katar haben sensationell das WM-Finale im eigenen Land erreicht.O-Ton 1: Valero Rivera, Handball-Nationaltrainer Katar?Ich bin überglücklich. Mein Traum war es ins Finale zu kommen. Ich bin heute der glücklichste Mensch der Welt.?Dagegen herrschte bei den unterlegenen Polen Enttäuschung und Trauer und Frust über die Leistung der Unparteiischen.O-Ton 2: Piotr Maslowski, Handball-Nationalspieler Polen?Die Schiedsrichter haben das Spiel zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Aber wir sind stolz auf unsere Leistung, da wir bis zum Ende gekämpft haben.?O-Ton 3: Michael Biegler, Handball-Nationaltrainer Polen?Also ganz ehrlich: Ich habe das Deutschland-Spiel gesehen, ich habe das Österreich-Spiel gesehen, ich war heute in der Halle, habe auch dieses Spiel gesehen. Ich glaube das muss ich jetzt nicht mehr kommentieren.? Am Sonntag kann Katar im Finale in der Lusail-Arena sein Wüsten-Märchen endgültig wahr machen und Weltmeister werden.SID xjs ekweitere Informationen:Doha, 30.Januar (SID) - Katars Handballer haben ihren Siegeszug bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land fortgesetzt und greifen sensationell nach dem Titel. Die Mannschaft des spanischen Weltmeistertrainers Valero Rivera besiegte im Halbfinale in Doha den EM-Sechsten Polen 31:29 (16:13) und kann damit als erstes nicht-europäisches Team im Finale am Sonntag (17.15 Uhr/Sky) gegen Olympiasieger Frankreich oder Titelverteidiger Spanien WM-Gold holen.Beste Werfer des Asienmeisters gegen die vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen waren Rafael Capote und Kamalaldin Mallash mit jeweils sechs Treffern. Torhüter Danijel Saric bot zudem eine Weltklasseleistung und trieb die polnische Offensive zur Verzweiflung. Einzig Michal Jurecki (acht Tore) zeigte sich beim Vize-Weltmeister von 2007 unbeeindruckt von Saric.Biegler war nach der Partie mächtig angefressen, wollte sich zur Schiedsrichterleistung aber nicht äußern. Seine Spieler klatschten den serbischen Unparteiischen derweil höhnisch Beifall, während die Scheichs nach Spielschluss aufs Feld stürmten und Erfolgscoach Rivera herzten."Höchsten Respekt vor meiner Mannschaft. Sie hat ein tolles Turnier gespielt", sagte Biegler, dessen Team am Sonntag (14.30 Uhr/Sky) um Bronze kämpft. Rivera träumt hingegen vom ganz großen Wurf, nachdem er vor zwei Jahren bereits Spanien zum Titel geführt hatte. "Ich bin heute der glücklichste Mensch auf der Welt. Es war mein Traum, ins Finale einzuziehen", sagte Rivera.Nach ihrem Viertelfinalerfolg gegen die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hatte die zusammengekaufte Weltauswahl Katars gegen die favorisierten Polen zu Beginn Mühe. Das Biegler-Team lag in der Anfangsphase vor den über 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Lusail Multipurpose Hall immer mit ein, zwei Toren in Front. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gastgeber immer mehr das Kommando und gingen nach 23 Minuten beim 12:11 erstmals in Führung.Die Auswahl Katars, die nach Ägypten (2001) und Tunesien (2005) erst als dritte nicht-europäische Mannschaft ein WM-Halbfinale erreicht hatte, spielte auch nach dem Wechsel abgezockt und zog auf 19:14 (36.) davon - auch weil das polnische Torhüter-Duo einen schwachen Tag erwischt hatte. In der Schlussphase verkürzte Polen zwar noch einmal auf 22:24 (53.), doch am Ende jubelten die Gastgeber, die verdient ins Endspiel einzogen.
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