Erste Leichen in Schiffswrack vor Südkorea entdeckt

In dieser Turnhalle in Jindo in Südkorea harren zahlreiche Menschen aus, deren Angehörige seit dem Schiffsunglück vor drei Tagen vermisst werden. Eine Fähre mit 476 Menschen an Bord sank am Mittwoch vor Südkoreas Südküste. Bisher wurden 29 Leichen geborgen, mehr als 250 Menschen werden noch vermisst. Der Kapitän und die meisten Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Gegen den Schiffsführer wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen.Inzwischen haben Taucher im Inneren des Wracks die ersten Leichen gesichtet. Viele Taucher meldeten sich freiwillig und setzen nun ihr eigenes Leben aufs Spiel, um zu dem gesunkenen Schiff zu gelangen. Die starke Strömung und die schlechte Sicht machen ihnen zu schaffen. O-Ton Chung Dong-Nam, Taucher:"Die Strömung ist stark, auch wenn das Wetter ruhig ist. Gestern hatten wir ähnliche Bedingungen und wir alle gingen mehrmals unter Wasser. Wir haben unsere Leben aufs Spiel gesetzt."Die Hoffnung der Angehörigen, ihre Liebsten lebend wiederzusehen, schwindet zusehends. Bei vielen wächst die Wut. Sie werfen den Behörden vor, nicht genug zu tun, um die Vermissten zu finden.
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