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04. Juli 2011
Im Juni 2011 wurden rund 288 000 Neuwagen zugelassen und damit 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Verband der Importeure VDIK am Montag in Bad Homburg mitteilte.
Im Juni 2011 wurden rund 288 000 Neuwagen zugelassen und damit 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Verband der Importeure VDIK am Montag in Bad Homburg mitteilte.

Autoindustrie fährt auf Rekorde zu

Berlin (dpa) - Trotz hoher Spritpreise ist die Kauflaune bei den Autofahrern in Deutschland ungetrübt. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet für die Produktion und den Export von Personenwagen (Pkw) Rekordzahlen in diesem Jahr.

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Er bekräftigte zugleich seine Prognose von mehr als 3,1 Millionen Pkw-Neuzulassungen im Inland in diesem Jahr. «3,3 Millionen halte ich für übertrieben», präzisierte VDA-Präsident Matthias Wissmann auf Nachfrage am Montag in Berlin. Im ersten Halbjahr wurden 1,62 Millionen Autos in Deutschland abgesetzt, 10,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Juni wurden 288 400 Neuwagen zugelassen und damit 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, berichtete der Verband der Importeure VDIK in Bad Homburg. Beide Verbände erklärten den leichten Rückgang mit zwei fehlenden Arbeitstagen im Vergleich zu Juni 2010. «Betrachtet man das Ergebnis auf Basis der Arbeitstage, so bleibt auch der Juni 2011 mit einem Plus von 10 Prozent im Wachstumstrend der letzten Monate, dessen Fortsetzung auch für den Juli und die Folgemonate zu erwarten ist», so der VDIK.

Für dieses Jahr rechnet der VDA mit einer Inlandsproduktion der deutschen Hersteller von 5,9 Millionen Autos. Er bestätigte auch die Export-Prognose von 4,5 Millionen Pkw. Beide Werte wären neue Höchststände. Bis Ende Juni kletterte der Export um 6 Prozent auf 2,3 Millionen Fahrzeuge.

Von der großen Nachfrage konnten im ersten Halbjahr fast alle Hersteller profitieren. Porsche (plus 26,4 Prozent), Ford (plus 17,1) und Opel (plus 15,9) machten nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes unter den deutschen Marken die größten Sprünge.

Die vollen Auftragsbücher führen auch zu mehr Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Innerhalb eines Jahres seien die Stammbelegschaften der Automobilindustrie um 13 000 Arbeitnehmer (1,8 Prozent) auf 718 000 Mitarbeiter gestiegen, sagte Wissmann.

Mit Sorge blickt die Branche derzeit auf die hohen Benzinpreise. So seien die Kraftstoffkosten im ersten Halbjahr um mehr als 11 Prozent gestiegen. Die Preise für Neuwagen seien dagegen stabil geblieben, sagte Wissmann.

Der VDA-Präsident berichtete auch von Schwierigkeiten der Zulieferer, die steigenden Energie- und Rohstoffpreise weiterzugeben: «Der Druck auf die Margen mittelständischer Unternehmen, die Metalle, Gummi, Kunststoffe oder Lacke verarbeiten, nimmt zu.»

04.07.2011

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