-4° Aktuelles Wetter
Do, 09.02.2012
> Zum Wetter
Viele Autos, doch wo sind die Käufer?  Schlechte Absatz-Zahlen beklagt die US-Automobil-Branche. Die Amerikaner halten sich beim Autokauf derzeit zurück.
Viele Autos, doch wo sind die Käufer? Schlechte Absatz-Zahlen beklagt die US-Automobil-Branche. Die Amerikaner halten sich beim Autokauf derzeit zurück.

Angst vor erneuter Krise

Die Angst geht um in den Vereinigten Staaten: Die Angst davor, dass die Wirtschaft wieder einbricht. Die Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. Da stecken die wenigsten Menschen Tausende von Dollars in ein neues Auto. Ein paar Meilen wird das alte wohl noch durchhalten. Hoffentlich.

Anzeige

Entsprechend mau sehen die Verkaufszahlen für August aus. Die Konzerne sind keine Million Wagen mehr losgeworden. Vor allem die amerikanischen und asiatischen Massenhersteller blieben auf ihren Kisten sitzen. Das Fachblatt „Automotive News“ sprach vom saisonbereinigt schlechtesten Monat seit Februar.

Beim Vergleich mit den phänomenal guten Verkäufen des Vorjahresmonats dürften Automanagern Tränen in die Augen steigen. Damals hatte die US-Abwrackprämie die Kunden scharenweise in die Ausstellungsräume gelockt. „Wir brechen nicht in Panik aus“, sagte der US-Vertriebschef von General Motors (GM), Don Johnson.

Jedes fünfte in den USA verkaufte Auto rollt aus den Fabriken des Detroiter Branchenriesen. Im Vorjahreszeitraum hatte gerade die günstige GM-Massenmarke Chevrolet massiv profitiert vom staatlichen Programm „Cash for Clunkers“ – also: „Bargeld für Klapperkisten“.

Jetzt folgte der Absturz. Nur die deutschen Premiumhersteller stechen hervor. Wer 40 000 Dollar für einen BMW, einen Mercedes oder einen Audi übrig hat, ist nicht auf staatliche Finanzspritzen angewiesen. Während der Gesamtmarkt im Jahresvergleich um 21 Prozent einbrach, verkauften die Deutschen nach Berechnungen des Branchenverbandes VDA vom Donnerstag im August ein Prozent mehr Autos.

Vor allem an der Ostküste sind Autos aus Deutschland begehrt. Zu den treuesten Kunden zählen die Banker. Und denen geht es keine zwei Jahre nach dem Hochkochen der Finanzkrise wieder erstaunlich gut

Von einem Mercedes oder BMW kann der Durchschnittsamerikaner dagegen nur träumen. Er ist schon froh darüber, wenn er sich ein Auto aus heimischer oder asiatischer Produktion leisten kann. Wenn überhaupt. „Ich sehe derzeit noch keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der Autokonjunktur in den USA in den nächsten zwei bis drei Jahren“, sagte der renommierte US-Autoexperte Ron Harbour jüngst der „WirtschaftsWoche“.

Vor der Wirtschaftskrise wurden in den USA rund 16 Millionen Autos pro Jahr verkauft, gerne große Pick-up-Trucks und Geländewagen. Die Schätzungen für dieses Jahres liegen mittlerweile bei weniger als 11 Millionen. „Eine Rückkehr zu den 16 Millionen wird es nicht geben, zumindest nicht auf absehbare Zeit“, sagte Harbour. Immerhin haben die deutschen Hersteller ihre profitable Nische gefunden. Daniel Schnettler

Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Donnerstag in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

Alles rund um die Werkschau der Hochschulstudenten. Seite 26/27

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Sparkommissar nach Griechenland?
PZ-news auf Facebook
Webcam
Do, 09.02.2012 12:08
Anzeige