
STUTTGART. Neun von zehn Autohändlern in Deutschland verdienen einer Studie zufolge zu wenig Geld. Die zu geringe Umsatzrendite der Firmen birgt großes Risikopotenzial, wie eine gestern in Stuttgart veröffentlichte Studie des Prüfkonzerns Dekra ergab: „Für die Schaffung von Unternehmenswert ist eine Rendite von 2,2 Prozent Voraussetzung.“
Dieser Wert werde jedoch vielfach unterschritten. Die Kluft zwischen Unternehmen, die gut verdienten, und Sanierungsfällen nehme weiter zu. „Die strukturellen Probleme der Branche sind nach wie vor vorhanden. Das Rabattniveau war im Neuwagengeschäft deutlich zu hoch“, heißt es in der Mitteilung. Durch den Neuwagenboom hätten viele Händler das Geschäft mit gebrauchten Autos vernachlässigt. Vermehrt gerieten auch große, traditionsreiche Unternehmen in Schieflage. Für die Studie wurden von November 2009 bis April 2010 die Daten von 152 Autohändlern ausgewertet, die saniert oder restrukturiert werden. lsw





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